Kompromislos mit dem Kopf durch die Wand ganz nach vorne in den „Rock´n roll heaven”. Mit ihrem agressiven Schnoddersound brachten mich President Evil sofort auf ihre Seite und ich war echt gespannt, ob sie das Album toppen könnten. Lasst euch sagen, sie haben es nicht getoppt sondern doppelt getoppt. Schon der Opener “Viva La Muerte” haut einem den restlichen Verstand aus dem Kopf, der vom Debut noch übrig geblieben ist. “Jesus Factor Negative” grooved sich durch deine Blutbahnen und legt sie komplett trocken. Der Titletrack der Scheibe ist für mich das absolute Highlight. Hier zeigen President Evil den Mittelfinger und geben Gas was die Instrumente herhalten. So wird gerockt und nicht anders. “Bring out your Head” ballert so schwer groovend aus den Boxen, dass die Nachbarn wahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen, um mit einem ein ordentliches Fass auf zu machen. Danach treten President Evil das Gaspedal noch mal richtig durch und lassen mit “The Return of the Speed Cowboy” keine durstige Metalkehle trocken. Sänger Johnny Holze röhrt sich wie ein V8 Motor durch die Songs, die auch hier und da typische Metal-Riffs der ´80er aufweisen wie zb. bei “One brain army” oder “New junk city”. Auch die Produktion ist um einiges fetter geworden. Wobei man den Dank da auch Andy Classen aussprechen sollte, der der Scheibe den letzten Schliff verpasst hat. Kurz gesagt, „Hell in a Box“ tritt einem mächtig in den Arsch und sollte auf keiner guten Party fehlen. Als letztes Appetithäppchen gibt es noch ein cooles Video zum Titletrack “Hell in a Box”, was den fünf auch gut gelungen ist. Das Video kann man sich aber auch auf der offizielen Homepage der Band anschauen. Aber das nur am Rande. President Evil rocken sich 2008 einige Stufen weiter nach oben und kriegen verdient 5 Points. Manchmal ist es einfach besser seiner Linie treu zu bleiben. Wer also auf Bands wie Anthrax, Motörhead oder Down steht, macht mit dieser Scheibe bestimmt nichts verkehrt. Wem das noch nicht reicht, der sollte sich einfach mal die Zeit nehmen und auf ein Konzert der fünf Bremer gehen. Was da einen erwartet ist kurz gesagt: Eine ordentliche “Trash´n Roll Asshole Show”.

Anspieltipp: Hell in a Box, Bring out your head