Wertung: 7 von 10

Die vier ehrgeizigen Jungs von Pressure Recall präsentieren ihren neusten Streich: „Endless Lies“! Seit 2003 sind die Löniger dabei, die Stufen zum Metalzepter zuerklimmen. Ob sie es mit dieser EP einen Schritt weiter schaffen? Drei Lieder – drei Chancen, um die Leute zu erreichen und mich jetzt erstmal zu überzeugen.


Die Konkurrenz ist hart und die Masse wird immer undurchdringlicher. Man muss sich einfach von dem Einheitsbrei differenzieren. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Ein Rezept hat wohl niemand. Pressure Recall glänzen schön früh mit ihrem Ehrgeiz und ihrem Engagement.

„Wir leben einen Traum und was wir dabei denken und fühlen, wollen wir den Menschen da draußen vermitteln!“, so die Band. Das hört sich doch schon vielversprechend an. Mit diesem Satz eröffne ich dann auch die Runde der Musikanalyse und starte erwartungsvoll den ersten Song „You Promise Us“.

Die ersten Klänge kommen mir sehr vertraut vor. Die Instrumente liefern gute Arbeit ab, der Sound ist wirklich klasse. Der Gesang von Eric beinhaltet Klargesang-Passagen, Schreikreisch-Passagen und dann wieder Klargesang-Passagen. Beides hat er jedenfalls drauf. Dennoch wiederholt sich die Rhythmik und der Song baut wenig Dynamik auf. Aber man merkt, dass sie dennoch ein Auge fürs Detail hatten, vor allem was die Instrumente angeht. Das Schlagzeug spielt sehr akzentuiert und hat einen fetten Groove.

Das nächste Stück „Endless Lies“, erinnert mich sofort stark an Korn, liegt vielleicht daran, dass Pressure Recall Bands wie Korn und Deftones zu ihren Einflüssen zählen. Der Aufbau ist wieder relativ simple: Schreikreisch-Gesang variiert mit Klargesang. Dennoch ist die Melodie sehr eingängig. Der mittlere Teil wird kurzzeitig von einem ruhigen Part dominiert, der dann langsam wieder einen Höhepunkt aufbaut. Das Schlagzeug ist hier für mich wieder sehr wichtig. Die Gitarrenriffs sind relativ einprägsam, die Bassläufe erinnern mich stark an Korn und haben Nu-Metal-Charakter. Trotzdem stimmt das Gesamtbild.

Das letzte Stück muss jetzt noch mal ordentlich was reißen. „Lovers“ geht an den Start. Wieder ein eher langsamer und ruhiger Einstieg. Der hier mit viel Gefühl gesungen wird. Man merkt, dass der Sänger nicht nur schreien kann. Auch wenn mein Gefühl mir sagt, dass dieses Stück einfach ruhig und „verschmust“ ist, warte ich irgendwie auf einen Höhepunkt. Irgendwie fehlt mir was bei dem Lied. Zum Schluss wird es ganz kurz noch mal anders, aber dann ist das Lied auch schon zuende.

Eigentlich schade.

Fazit: Super Sound, die Qualität ist wirklich zu hören. Für die einen vielleicht zu perfekt. Aber ich finde es absolut klasse, denn man kann Gesang und die einzelnen Instrumente raushören. Aber ein Manko haben die Jungs: die Dynamik und die Spannung fehlt. Vielleicht mag ich es auch einfach härter. 😉 Dennoch glaube ich, dass sie gute Chancen haben weiterzukommen. Sie haben ein Auge fürs Detail, sollten sich aber nicht daran aufhalten oder gar darin verlieren.

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