ganz im Flair der 70er Jahre gefangen fühlt. Welch angenehme Gefangenschaft!

Schon der Opener von „Peace among the Ruins“, so der Titel der aktuellen Scheibe, verrät die Grundlage dieser sehr professionellen Band: Die supergeile Hammondorgel, die einem da ins Gesicht springt und einem gewaltsam das Haupt aus der Ruheposition reißt, deutet an, was schon beim einmaligen Durchhören durchscheint: Presto Ballet sind eine Hommage an die alten Helden der 70er. Und genauso klingen sie auch: „Pink Floyd“, „Deep Purple“ und andere Recken der alten Ära finden sich im Erstlingsalbum des Fünfers wiedervereint – in nahezu perfekter Manier. Jeff Wade trommelt auf sein Schlagwerk als wäre er vor 35 Jahren daran eingenickt und eben wieder aufgewacht, Herr Vanderhoof lässt seinen Sechssaiter schreien und kreischen, um gleich danach wieder ein cleanes und äußerst feines Tapping ganz für sich sprechen zu lassen. Diese Mixtur, unterlegt mit einem weichen, aber klopfenden Bass und mehrstimmigen Gesängen sowie einigen Ausflügen in die Breitengrade des Psychadelic, macht die Scheibe absolut hörbar!

Anspruchsvolles Songwriting und eine intelligent und abwechslungsreich zusammengestellte Tracklist komplettiert „Peace among the Ruins“ und ergibt ein gutes, authentisches Album.

Großer und unglaublich sauber produzierter Glam- und Classic- bis Hardrock also, nicht nur für absolute Fans des Genres.

Noch Fragen? Her mit dem Haarwuchsmittel!

Anspieltipps:

The Fringes

Find the Time