Am heutigen Abend beehrt ein echter metallischer Dauerbrenner den Bastard Club in Osnabrück. Seit 18 Jahren ist Gary Meskil mit seiner Band Pro Pain unterwegs. Fans der Band schätzen die New Yorker Hardcore Legende vor allem wegen ihrer sympathischen Art, Ihrer Fan-Nähe und ihrer leidenschaftlichen Konzerte. Auch heute sollten Pro Pain nicht enttäuschen und brachten zudem ein ansehnliches Support Package mit.


Den Anfang machen die Belgier Powerstroke. Grooviger Metal mit Growl Vocals: Bereits seit 2008 spielen die Jungs zusammen und überzeugen vor allem durch Ihren guten Live-Sound. Instrumente und Gesang sind gut aufeinander abgestimmt und kommen kraftvoll aus den Boxen. Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung innerhalb der Songs gewünscht. So kommen die Lieder ein wenig eintönig rüber. Auch die Interaktion mit dem Publikum muss die Band noch verbessern. Daher erscheint es nicht verwunderlich, dass noch keine richtige Partylaune aufkommen will und die Besucher im großen Bogen um die Bühne stehen. Immerhin ist der Bastard Club schon ganz ordentlich gefüllt und auch das ein oder andere Kopfnicken kann dem Publikum entlockt werden.

Eine ordentliche Schüppe Speed und Melodie legen dann die ebenfalls aus Belgien stammenden Musiker von Komah drauf. Eine kleine Sound-Schwäche am Anfang des Gigs und dann geht es richtig ab. Die Musik stützt sich auf ein variantenreiches Schlagzeug-Spiel und fette melodiöse Gitarren. Der Gesang erinnert an eine Mischung aus In Flames und Bullet for my valentine. Auch die Einbeziehung des Publikums klappt hier deutlich besser als zuvor bei Powerstroke. Für meinen Geschmack die beste Vorband des Abends. Leider passt die Band stilistisch nicht hundertprozentig ins Billing und so erntet auch Komah allenfalls Höflichkeitsapplaus. Wer allerdings auf melodischen Death Metal mit Core Einflüssen steht, der sollte sich diese Band einmal zu Gemüte führen.

Wieder besser ins Billing passen die Griechen Tardive Dyskinesia. Erstmals an diesem Abend kommen die Zuschauer ein wenig näher und die Bühne heran und schütteln die Köpfe, um mit der Band zu feiern. Besonders eindrucksvoll setzt Sänger Madernthos Stergiou seine kratzige aggressiv klingende Stimme ein, was auch vom Publikum honoriert wird. Ansonsten verläuft der Gig aus meinen Augen eher unspektakulär.

Dann endlich, nach einer etwa 40-minütigen Umbaupause, betreten die Großmeister des Hardcore die Bühne. Von Anfang an versprüht Pro Pain eine unglaubliche Power. Der Sound ist, wie auch am restlichen Abend, vollkommen in Ordnung und die Jungs um Gary Meskil sind bestens aufgelegt. Erwartungsgemäß startet die Band mit dem Opener des neuen Albums „Unrestrained“. Dann folgt eine Zeitreise durch die größten Hits der Band. Songs wie „Foul taste of freedom“, „In for the kill“ und „Can you feel it“ werden vom Publikum dankend angenommen und ordentlich abgefeiert. Die Spielfreude und Power der Band überträgt sich nur allzu gut auf die anwesenden Zuschauer und entlädt sich in einigen feinen Mosphits. Zum Ende des Auftritts widmet man sich dann wieder etwas dem Material von der neuen Platte und bei „Destroy the enemy“ bekommt Gary Meskil dann noch Unterstützung von Manthos Sterigou von Tardive Dyskinesia, der mit auf die Bühne gekommen war.

Nach ca. 70 Minuten verläßt Pro Pain dann ohne Zugabe die Bühne. Wenn man bedenkt, dass die Band zwischen den einzelnen Songs so gut wie keine Pausen gemacht hat, ist das schon eine echt gute Leistung. Alles in allem also ein gelungener Konzertabend mit einem wirklich guten Vorprogramm und starken Pro Pain.

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