Die Musik der drei Briten ist sehr experimentell und fällt am ehesten in die Sparte EBM, obwohl sie sehr schwer einzuordnen ist, da sie sich auch aus den Bereichen Gothic-Rock, Noise und Dark Wave bedient. Der Bandname ist übrigens sehr gut gewählt, da er die Musik am Besten beschreibt.

Da mir leider nur eine Promocopy von „Vodka Milk“ vorliegt, die nur vier Songs enthält, kann ich nicht viel zum gesamten Album sagen, aber allein schon diese Vier scheinen die Platte mit ihrer Vielseitigkeit gut widerzugeben und verschaffen eine Überblick über das Schaffen von Psychophile.

Lucy Pointycats Gesang ist sehr emotional -von schön und ruhig bis klagend- und passt sich bestens an die Stimmung der einzelnen Lieder an. Überraschender Weise ist er oft in den tieferen Tonlagen angesiedelt. Die Programminparts sind recht ordentlich gemacht und schaffen es, eine Atmosphäre zu kreieren, welche düster und drückend auf einen hereinbricht. Besonders heraus sticht allerdings „Dreams in Vain“, welches für mich auch ohne Kenntnis aller Songs ein Highlight der Scheibe ist. Dochauch die Ballade „Isolation“ und das psychodelische „Naked“ seien nicht außen vor gelassen.

Fazit: „Vodka Milk“ ist definitiv ein sehr facettenreiches Album, kreativ und solide gemacht. Für Fans des Genre ein echter Geheimtipp!

Anspieltipp:

– Dreams in Vain