Hört man sich die neun vollen Songs einmal durchweg an, bleibt nicht sehr viel hängen, außer Thrash-Geballer und ein paar melodiöse Feinheiten. Beim zweiten Mal sieht die Sache nicht viel anders aus. Erst beim dritten Mal fängt die Sache an, Spaß zu machen.

Die Jungs von Punish My Heaven haben es perfekt drauf, Thrash Metal-Riffs mit typischem 08/15-Göteborg Kram zu kombinieren. So klingt „Blacklight“ original wie Trivium, sodass ich schon nach einer Cover-Version Angabe gesucht habe, anderes wie „Path Of Seraph“ dann wieder wie In Flames. Und wie man das Ganze auch drehen und wenden will, es kommt immer etwas Bekanntes und schon mal Gehörtes in den Sinn. Aber das muss nicht unbedingt schlecht sein, solange sich Punish My Heaven mit ordentlichem Können und souveränem Auftreten behaupten. Und das tun sie von vorne bis hinten. Instrumentalisch ist nichts einzuwenden, allein am Gesang und könnte noch ein bisschen gearbeitet werden. Die cleanen Parts sind viel zu leise und rein stimmlich gesehen, ist die Sache eher nüchtern und einfach Standard Shouten/Singen. Leider nichts besonderes.

Da sich die Band nun selber nicht vorgenommen hat, irgendwas neues, individuelles, zu kreieren, soll man auch nicht meckern, sondern als Fan von Bands, wie die oben genannten, seinen Spaß dran haben. Dass Punish My Heaven ihren Freude haben, hört man deutlich heraus. Und für ein Debüt klingt „First Punishment“ durchaus solide und vor allem gut produziert!

Anspieltipps sind „Blacklight“ und „The Earth Stands Still“.

Tracklist:

  • 01. Becoming The Legend
  • 02. When Light Turns Into Darkness
  • 03. The Earth Stands Still
  • 04. Path Of The Seraph
  • 05. Words Of Perception
  • 06. Blacklight
  • 07. Eulogy
  • 08. It Withers
  • 09. The Cleansing