Wertung: 8 von 10

Pylon ist eine schweizer Doom Metal Band, die an die Tradition der alten Doombands anzuschließen sucht. Die neue Scheibe „Armoury Of God“ (dt. „die Waffenkammer Gottes“) weist wie auch schon die Vorgänger Album zahlreiche christliche Texte auf, was manchmal einen Kontrast zu den schweren Doomriffs bildet.


Pylon wurde 2002 gegründet und besteht aus den drei Stammmusikern Matt Brand (Gitarre, Lead Vocals), Jan Thomas (Bass, Synthies); Andrea J.C. Tinner (Schlagzeug). Zur Aufnahme der Scheibe holten sie sich allerdings noch einige Gastmusiker, die zum guten und breiten Sound des Albums beitrugen.

Die Musik der Band weist trotz der traditionellen Züge eine erstaunlich große Bandbreite auf. Man findet immer wieder Anklänge an die großen alten Doombands, ohne dass die Musik an Eigenständigkeit verliert. So hört man schleppend düstere Passagen neben fast schon treibenden Stellen, die sogar über das Midtempo hinausgehen. Der Gesang bleibt dabei traditionell klar, gezogen, oftmals auch „getragen“ und an einigen Stellen leider mit einer etwas quäkigen und schiefen Intonation. Neben den eigenen Stücken findet sich auf dem Album eine Coverversion von „Somewhere In Nowhere“ (Original von Candlemass) – dies ist wohl als eine kleine Hommage an die alte große Band zu verstehen.

Der Opener „The First Church“ weist die epische Länge von über acht Minuten auf … er beginnt in langsamem Tempo, um sich zwischendurch sogar über das Midtempo hinaus zu steigern – der Ausgang des Stückes ist wieder schleppend mit vielen düsteren Doomriffs.

In der Nr. 3 „In From The Funeral Fields2 wird langsam düster mit trauriger Stimme von Blut und Schlachtfeldern erzählt:

„Beckon me not from war – can god still heed each dying roar?“

Hier ist allerdings eine mehrstimmige Gesangspassage zu hören, die das sonst wirklich sehr gut gelungene Stück fast schon ruiniert.

Bemerkenswert sind auch die Instrumentalstücke. Track Nr.6 Cosmic Treasure – hier sind nur synthetische Klänge zu hören, die sehr atmosphärisch und ätherisch eine kleine „Verschnaufpause“ im Doom Metal bilden. Track Nr. 7 kommt sogar mit einem Jazzanklang daher.

Insgesamt ist Pylon eine bemerkenswerte CD gelungen, die auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird und für Doom Fans dringend zu empfehlen ist.

Tracklist:

  • 01. The First Church
  • 02. The Worm Within
  • 03. In From The Funeral Fields
  • 04. Gravestar
  • 05. Hollow Sky
  • 06. Cosmic Treasure
  • 07. I lyki stin kardia mou
  • 08. Hunter Angels
  • 09. In Serpent Tongues
  • 10. Somewhere In Nowhere
  • 11. Death Is All Around

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