Wertung: 6 von 10

Woran erkennt man Doom Metal? Richtig, es ist langsam und irgendwie hört man immer Black Sabbath raus. Pylon machen keinen Hehl daraus, sondern veröffentlichen mit „Doom“, wo der Name Programm ist, über 70 Minuten langsame, melancholische Musik.


Neben den langsamen von Black Sabbath inspirierten Gitarrenpassagen gibt es auch ruhigere Akustikpassagen. Das Problem an Beiden: Sie sind absolut in die Länge gezogen. Bei einer minimalen Spielzeit von sechs Minuten (es tauchen auch kurze Zwischenspiele auf) kann man das ein wenig nicht vermeiden, aber die Spannung die am Anfang der Riffs entsteht hält leider nicht die ganze Zeit über an. Abwechslung bringen eine Tempoänderungen mit, die ebenfalls stark an Black Sabbath (man kann die Band nicht oft genug erwähnen) erinnern.

Neben den Doom- respektive Metal“typischen“ Instrumenten (Schlagzeug, Gitarre, Bass(, Keyboard)) tauchen auch Flöten und Klarinetten auf. In diesen Soliabschnitten bekommt Pylon einen stark experimentellen, fast jazzigen Einschlag.

Fazit: Gute Ansätze sind da, Pylon kann den Spannungsbogen leider nicht die ganze Zeit aufrechterhalten. Manchmal ist weniger mehr, was bei einer Spielzeit von 77 Minuten auch verständlich erscheint.

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