Queensrÿche – Progressive Metal Legenden mit Operation Mindcrime

Queensrÿche – Die Progressive Heavy Metal Legende aus den USA ist wieder da. Schon mit ihrem dritten Album damals im Jahre 1988 erreichte diese Truppe absoluten Kultstatus.

Queensrÿche – Die Progressive Heavy Metal Legende aus den USA

Queensrÿche – Die Progressive Heavy Metal Legende aus den USA
Queensrÿche – Die Progressive Heavy Metal Legende aus den USA

Queensrÿche – Mindcrime at the Moore (Live CD/DVD)

Queensrÿche - Mindcrime at the Moore
Queensrÿche – Mindcrime at the Moore
Mit nunmehr neun Studioscheiben, diversen Live-CD´s und DVDs, sowie einem festen Line-Up seit zehn Jahren, melden sich die Amerikaner mit einem Großwerk zurück. Als damals im oben angesprochenen Jahr die Hammerscheibe „Operation_ Mindcrime“ in die Läden kam, ahnte noch niemand, dass vier Jahre später ein Live-Album und Video erscheinen sollte, welches einzig und allein diese CD in gleicher Reihenfolge als Basis haben sollte.

Doch die Story war damals noch nicht beendet, denn letztes Jahr erschien der zweite Teil „Operation: Mindcrime 2“ auf der Bildfläche, der die Geschichte um Dr. X, Nikki und Sister Mary zu Ende erzählt. Treu nach dem Motto „was einmal klappt, das klappt auch ein zweites Mal“, liegt nun die logische Fortsetzung in Form von reinem Audiomaterial (Doppel-CD) und audio-visuellem Material (Doppel-DVD) auf meinem Schreibtisch. Und, wer ahnt es schon: Jawoll, hier sind beide CD´s, die zur „Operation: Mindcrime“-Saga gehören als Livemitschnitt aus dem Moore Theater in Seattle drauf. Wieder in der richtigen Reihenfolge, sodass eine wahre Rockoper aufgeführt wird.

Zum eigentlichen Audiomaterial muss man normalerweise nichts mehr sagen, sind doch beide Studioalben unter Genrespezialisten reichlich bekannt. Die Produktion ist glasklar, was man von Perfektionisten, wie Queensrÿche auch nicht anders erwartet hätte. Das Live-Feeling wird schon auf der CD recht gut eingefangen und man merkt, dass das Publikum gut bei der Sache ist und wunderbar unterhalten wird. So geht es auch mir, der lediglich die Doppel-CD zur Verfügung hat, und leider nicht live dabei sein konnte.

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Als Zugabe werden auf dem wunderschön aufgemachten Werk noch die beiden Hits „Walk in the shadows“ und „Jet city women“ gegeben, sodass man auf eine Gesamtlaufzeit von über 135 Minuten kommt.Zeitgleich zur über Warner Music erscheinenden CD kommt auch die schon erwähnte Doppel DVD über Rhino Records / Warner Vision auf den Markt. Hier liegt dasselbe Konzert zu Grunde, wie auch auf der CD, wird aber darüber hinaus durch eine fantastische Bühnenshow ergänzt. Da gibt es immer wieder Videoeinspielungen, eine ganze Trommler Brigade, Untertitel für die Zwischensequenzen in mehreren Sprachen, auch in deutsch (für diejenigen unter euch, die der englischen Sprache nicht mächtig sind) und viel, viel mehr. Weiteres sei hier aber noch nicht verraten! Auf Wunsch kann man sich dieses Erlebnis auch in Dolby 5.1 zu Gemüte führen. Als Bonus sind auf der zweiten DVD noch eine Tour-Doku, sowie der einzige Livemitschnitt, bei dem Ronnie James Dio live auf der Bühne den Dr. X repräsentiert. Zusätzlich gibt es noch weitere Liveperformances, sowie die obligatorische Fotogalerie.

Alles in allem also ein durchaus ansehnliches Package, was jedem Progfan jenseits sinnloser Frickeleien ans Herz gelegt sein sollte. Aber auch die guten alten (nicht böse gemeint) Heavy Metaller sollten sich angesprochen fühlen. Bei 4 Gitarren für die CD und glatten 5 für die DVD ergibt sich im Schnitt eine solide 4,5. Besten Dank!

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Label: Warner Music / Rhino Records / Warner Vision
Genre: Progressive Metal
Releasedate: 2007-08-10
Web: http://www.queensryche.com
Punkte: 9

Epica - klassisch geprägte Musik mit Symphonic Metal

Autor: Progrocker

Queensrÿche – Rage For Order

Queensrÿche - Rage For Order
Queensrÿche – Rage For Order
„Rage For Order“ ist das vergessene Juwel unter den klassischen Queensryche-Alben. Während die Debüt-EP und der Album-Einstand „Warning“ als Volltreffer des melodischen Metat gelten und der Nachfolger „Operation Mindcrime“ völlig zu Recht als progressiver Meilenstein abgefeiert wurde, markiert dieses Album einen Übergang, in dem meines Erachtens Melodik, Theatralik, Heaviness und Anspruch auf einem Level in Einklang gebracht wurden, der in der Folgezeit von keinem Album der Band mehr erreicht wurde.

“Walk In The Shadows“ ist der perfekte Opener, bringt er doch „Warning“-Stärken grandios in Einklang mit neuem Experimentierbewßutsein; der indes vertrackte Nachfolger „I Dream In Infrared“ tut sein Übriges, um alte Anhänger bei der Stimmung zu halten und gleichzeitig die neue Art der Queensryche-Herangehensweise an ihr Songwritig darzulegen.

„Gonna Get Close To You“ ist die perfekte Cover-Überraschung und bis auf den heutigen Tag der meistdiskutierte Track von „Rage For Order“; für meine Begriffe ist der Song zwar gelungen, kann in Punkto Atmosphäre jedoch nicht mit dem D'Albello-Original mithalten.

Dessen ungeachtet bieten Queensryche in der Folgezeit größtes Metal-Theater; „Surgical Strike“ als Speed-Kracher und „London“ als episches Highlight seien hier hervorgehoben.“Rage For Order“ ist die perfekte Synthese aus Anspruch und Eingängigkeit und wurde bis auf den heutigen Tag von keiner Band übertroffen.

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Label: EMI
Genre: Progressive Metal
Releasedate: 1986-12-12
Web: http://www.queensryche.com
Punkte: 10

Autor: Andree

Queensrÿche – Queensrÿche

Queensrÿche  - Queensrÿche
Queensrÿche – Queensrÿche
Queensrÿche sind zurück, und zwar richtig. Seit „Promised Land“ (1994) hat der Fünfer aus Seattle, ehrlich gesagt, nur Müll herausgebracht und jeder Fan mußte sich schmerzlich eingestehen, dass die fetten Jahre der Band unwiderruflich vorbei sind. Man war gezwungen, der Progrock-Legende knapp zwanzig Jahre beim Sterben zuzusehen.

Queensrÿche haben auf ihrem aktuellen Album zu ihrer ursprünglichen Stärke zurückgefunden. „Queensrÿche“ hört sich an wie eine Mischung der beiden Klassiker „Operation Mindcrime“ (1988) und „Empire“ (1990). Der Rausschmiss von Sänger Geoff Tate hat der Band sichtlich gut getan. Leider müssen sich die Fans aktuell mit zwei verschieden Versionen der Band rumschlagen, bis die Richter ein Urteil im November 2013 fällen. Die Geoff Tate-Version von Queensrÿche veröffentlichte schon Ende April ihren Longplayer „Frequency Unknown“ und enttäuschte damit auf ganzer Linie. Seine Vision der Band knüpft an den belanglosen letzten Werken der Band an und es wäre für alle Beteiligten besser gewesen, wenn er „Frequency Unknown“ nicht unter dem Queensrÿche-Banner veröffentlicht hätte.

Mit der Verpflichtung von Todd LaTorre (Ex-Crimson Glory) haben die Gründungsmitglieder Michael Wilton (Gitarre), Eddie Jackson (Bass) und Scott Rockenfield (Drums) alles richtig gemacht und das angeschlagene Schiff Queensrÿche wieder in sichere Metal-Gewässer geführt. Todd LaTorre klingt wie die Inkarnation des jungen Geoff Tate und überzeugt mit seiner Stimme auf voller Breite. Produziert hat das Album James „Jimbo“ Barton, der auch schon die berühmten Klassiker der Band vertont hat. Anspieltipps auf „Queensrÿche“ sind die Stücke „Fallout“ und „Redemtion“. Die Limited Edition enthält eine Bonus-CD mit drei Live-Klassikern der Band und ein erweitertes Booklet.

Fazit: Queensrÿche werden mit ihrem neuen Album und ihrer aktuellen Liveshow viel verlorenes Land bei ihren Fans wieder gut machen. Auf der aktuellen Tour spielt der Fünfer ausschließlich Stücke der ersten vier Alben und damit viele Klassiker, die Ex-Sänger Geoff Tate nie mehr singen wollte, weil sie ihm zu metallastig waren. Mit dieser Veröffentlichung gehen die „richtigen“ Queensrÿche eindeutig als Sieger hervor und lassen Geoff Tate mit seiner Version der Band weit abgeschlagen zurück. Spiel, Satz & Sieg!

Kryptowährung STELLAR: Langsam aber sicher auf dem Weg nach oben

Tracklist:

01. X2
02. Where Dreams Go To Die
03. Spore
04. In This Light
05. Redemption
06. Vindication
07. Midnight Lullaby
08. A World Without
09. Don't Look Back
10. Fallout
11. Open Road

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Label: Century Media (Universal)
Genre: Heavy Metal/ Progrock
Releasedate: 2013-06-21
Punkte: 9

Autor: Arne Mattick

Queensrÿche – Dedicated To Chaos

Queensrÿche - Dedicated To Chaos
Queensrÿche – Dedicated To Chaos
“Enjoy – headphones are a must.” – Mit dieser Aufforderung schließt der Pressetext zur neuen Queensryche. Diesem Appell sollte man allerdings nur nachkommen, wenn man ganz schlimme Schlafstörungen hat oder hyperaktiv ist: Denn was uns die Jungs aus Seattle hier auf ihrem neuen Output vorsetzen, ist eine 1A-Schlaftablette und Beruhigungsmittel in einem

Es ist wirklich unglaublich, wie eine Band, die im Zeitraum von 1984 bis 1990 ein Meilenstein-Album nach dem anderen rausgehauen hat, auf einmal so abkacken kann!

Ich selber habe den musikalischen Werdegang von Queensryche nach dem 90er-Album „Empire“ nicht weiter verfolgt, insofern kann ich nicht beurteilen, was die Gruppe in den vergangenen 20 Jahren so verbrochen hat (laut Kritikermeinung allerdings nicht allzu Essenzielles), aber was „Dedicated To Chaos“ angeht, kann man nur von einer einzigen Enttäuschung sprechen.

Das Problem ist nicht der komplette Stil-Mischmasch, denn Queensryche haben sich schon zu ihrer Hochzeit von Album zu Album immer weiter entwickelt und waren nie Scheuklappenträger; es ist diese unglaubliche Einfallslosigkeit, welche die neuen Kompositionen ausnehmend öde macht.

Gute Gesangslinien, einprägsame Hooklines, fette Riffs, intelligente Texte: All das sucht man hier komplett vergeblich! Es ist nicht “the clash and slash of musical experimentation anchored by the pulse of digital code” (Zitat Pressetext) was uns hier geboten wird, sondern viel eher “the hack and slay of musicianship anchored by boredom and overestimation of capabilities”.

Wenn das hier nicht Queensryche wären, sondern irgendeine Nullachtfünfzehn-Band, dann würde ich mich auch nicht weiter darüber aufregen: Eben nur noch ein neues Album in der aktuellen Veröffentlichungsflut, dass kein Mensch braucht. Aber hier muss man nun mal das grandiose Frühwerk der Band zum Maßstab nehmen und gemessen daran ist das wirklich fast schon unglaublich, dass das hier dieselben Leute sein sollen, die solche Großtaten wie „The Warning“ und „Operation: Mindcrime“ veröffentlicht haben.

Welches Fazit kann man also ziehen? Ich denke, es wäre an der Zeit für Queensryche, ganz auf das Veröffentlichen neuen Materials zu verzichten und nur noch mit den Klassikern auf Tournee zu gehen. Oder, wenn alle Mitglieder schon finanziell ausgesorgt haben sollten (wovon man nach nen paar Millionen verkauften Tonträgern ausgehen kann), wäre auch die verdiente Mucker-Rente keine schlechte Idee.

Tracklist:

01. Get Started
02. Hot Spot Junkie
03. Got It Bad
04. Around The World
05. Higher
06. Retail Therapy
07. At The Edge
08. Drive
09. Wot We Do
10. I Take You
11. The Lie
12. Big Noize

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Label: Roadrunner Records
Genre: Progressive Rock
Releasedate: 2011-06-24
Punkte: 3

Autor: Jynz

Queensrÿche (Geoff Tate) – Frequency Unknown

Queensrÿche (Geoff Tate) - Frequency Unknown
Queensrÿche (Geoff Tate) – Frequency Unknown
„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ Wie die meisten von euch bestimmt mitbekommen haben, gibt es momentan zwei Bands, die unter dem Banner Queensrÿche laufen. Nach dem eher peinlichen und in der Öffentlichkeit ausgetragenem Streit letzten Sommer, der zum Rausschmiss von Sänger Geoff Tate führte, veröffentlicht dieser nun sein erstes Release unter dem bekannten Bandnamen.

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Queensrÿche haben seit der Veröffentlichung von „Promised Land“ (1994) nichts Vernünftiges mehr auf die Reihe bekommen. Kein Wunder, denn seit dem Ausstieg von Gitarrist Chris DeGarmo hat Sänger Geoff Tate die Songwriting-Fäden in der Hand gehabt und das ehemalige progressive Metal-Flaggschiff in seichte Poprock und Alternative Gewässer geführt. Selbst der zweite Teil des Konzeptalbums „Operation Mindcrime“ im Jahre 2006 war für jeden Metalhead ein Schlag mit der Faust ins Gesicht und hatte absolut nichts mehr von der Qualität des Meisterwerkes von 1988 gemeinsam. Man konnte über die Jahre mitverfolgen wie eine Musiklegende sich selber demontiert.

Im Sommer 2012 trennte sich die Band endgültig von ihrem Sänger Geoff Tate, nachdem dieser seine Bandkollegen während eines Queensrÿche-Konzertes auf der Bühne verachtend ins Gesicht spuckte, das Publikum beleidigte und es backstage zu Handgreiflichkeiten gekommen war. Die verbliebenen Musiker Michael Wilton, Scott Rockenfield, Eddie Jackson und Geoff Tates Ex-Schwiegersohn Parker Lundgren fanden schnell hochwertigen Ersatz in Sänger Todd La Torre (Crimson Glory). Im September 2012 gab Geoff Tate die Besetzung seiner eigenen Version von Queensrÿche unter dem Namen Queensrÿche – starring Geoff Tate the original Voice of Queensrÿche bekannt, und somit existieren momentan zwei Versionen unter dem gleichen Bandnamen.

Nun hat Geoff Tate mit seiner Version von Queensrÿche das erste Album „Frequency Unknown“ veröffentlicht. Es knüpft nahtlos an dem letzten Rohrkrepierer der Band „Dedicated to Chaos“ von 2011 an. Trotz prominenter neuer Mitstreiter auf dem Album wie zum Beispiel Ex-Gitarrist Kelly Gray, dem Bassisten Rudy Sarzo (Quiet Riot, Whitesnake), Drummer Simon Wright (Ex-AC/DC, DIO), inklusive Gastauftritte von K.K. Downing (Ex-Judas Priest), Chris Poland (Ex-Megadeth), Ty Tabor (King s X), Paul Bostaph (Slayer), Lita Ford, Brad Gillis (Night Ranger), Dave Meniketti (Y&T) und anderen, enttäuschen die zehn Kompositionen von „Frequency Unknown“ auf ganzer Linie.

Als Bonustracks gibt es noch vier neu eingespielte Stücke der Queensrÿche-Klassiker „I don`t believe in Love“, „Empire“, „Silent Lucidity“ und „Jet City Woman“, die kein Mensch braucht und mit den Originalversionen nicht mal Ansatzweise mithalten können.

Fazit: Finger weg von dieser Scheibe! Man wird hier nämlich einfach das Gefühl nicht los, dass Geoff Tate mit diesem Release nur eine schnelle Mark machen möchte. Und schaut man sich das Artwork von „Frequency Unknown“ an, wird man irgendwie das Gefühl nicht los, dass die Kürzel auf der Faust für „Fuck You“ stehen und an seine ehemaligen Mitstreiter gerichtet sind.

Wartet lieber auf die Veröffentlichung der wahren Queensrÿche um Todd La Torre, die schon im Juni in die Plattenläden kommt. Alle Metalheads, welche die Todd La Torre Version von Queensrÿche dieses Jahr live auf dem Rock Hard Open-Air gesehen haben, wissen genau, wovon ich spreche, denn sie verkörpern die alten Queensrÿche.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass bei dem Gerichtstermin im Oktober 2013 die wahren Queensrÿche ausschließlich den Bandnamen zugesprochen bekommen und Geoff Tate mit seiner üblen Version endlich in der Versenkung verschwindet.

Tracklist:

01. Cold
02. Dare
03. Give It to You
04. Slave
05. In the Hands of God
06. Running Backwards
07. Life Without You
08. Everything
09. Fallen
10. The Weight of the World
11. I Don't Believe in Love (Re-Recorded)
12. Empire (Re-Recorded)
13. Jet City Woman (Re-Recorded)
14. Silent Lucidity (Re-Recorded)

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Label: Cleopatra
Genre: Hard Rock/Metal
Releasedate: 2013-05-26
Punkte: 2

Autor: Arne Mattick

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