Stell dir vor, du bist ein kleiner Wikingerprinz. Dein Papa ist ein starker, grimmiger König mit tollem Bart. Deine Mama ist bildhübsch und irgendwie mysteriös.
Worum geht’s eigentlich? Kurz gesagt: Familienprobleme auf Wikingerart

Und plötzlich wird dein Vater von deinem Onkel umgelegt, während du hilflos zuschauen musst. Was tut man da? Genau – man schwört ewige Rache, haut ab und pumpt sich 20 Jahre lang auf, bis man aussieht wie Thor auf Steroiden. Willkommen bei The Northman – dem Film, in dem das Leben so richtig auf die Axt geht!
Historienkino mal anders: Wenn Hamlet Muskeltraining macht
Amleth – der Rachegott mit Waschbrettbauch
Unser Held hört auf den klangvollen Namen Amleth (ja, das ist quasi der Ur-Hamlet) und wird von Alexander Skarsgård gespielt – einem Mann, der hier aussieht, als hätte er seit Jahren ausschließlich rohe Elchkeulen gegessen und dabei 800 Kettlebell-Swings täglich gemacht. Amleth lebt nur für eines: den Mord an seinem Vater zu rächen, seiner Mutter Gerechtigkeit zu bringen und, ach ja, dabei möglichst finster in die Gegend zu starren.
Ein Rachefeldzug mit Mythologie-Upgrade
Robert Eggers, der Mann hinter The Witch und Der Leuchtturm, wollte offensichtlich mal ausprobieren, wie eine nordische Rachegeschichte aussieht, wenn man sie mit Schamanen, Vulkanlandschaften und Berserker-Gebrüll aufpeppt. Herausgekommen ist ein Film, der gleichzeitig bildgewaltig, brutal, spirituell und gelegentlich so verstörend ist, dass du am liebsten deinen Fencheltee gegen Met tauschen willst.
Die Charaktere – Jeder hat sein Päckchen zu tragen (meistens Waffen)
Die Mutter, die alles verkompliziert: Nicole Kidman als Gudrún
Nicole Kidman spielt Amleths Mama und bringt ordentlich Intrigen mit ins Spiel. Ist sie Opfer? Ist sie Mitverschwörerin? Oder einfach nur eine Frau, die nach Macht strebt und genug hat von Typen mit Schwertern und Vaterkomplexen? Auf jeden Fall sorgt sie für einige der denkwürdigsten (und awkwardsten) Familienszenen im gesamten Film.
Der fiese Onkel Fjölnir – Schwager mit Schwert
Claes Bang ist Fjölnir, der Mörderkönig, der nach der Bluttat einfach einen Bauernhof übernimmt – ganz nach dem Motto „Thron weg? Egal, ich züchte jetzt Schweine.“ Aber lass dich nicht täuschen: Der Mann kann immer noch ordentlich zulangen. Seine Kämpfe mit Amleth sind blutig, intensiv und gipfeln (Spoiler!) in einem Schwertkampf mitten in einem aktiven Vulkan. Weil: Warum auch nicht?
Olga von den Birkenwäldern – die Liebe inmitten des Chaos
Anya Taylor-Joy spielt Olga, eine slawische Hexe mit cleverer Zunge, kühlem Blick und scharfer Beobachtungsgabe. Sie bringt nicht nur Magie und einen Hauch Romantik in den Film, sondern auch den einen oder anderen Geistesblitz – was bei all den Axt- und Faustlösungen eine angenehme Abwechslung ist.
Optik, Baby! Und was für eine!
Island, Irland und jede Menge epische Kamerafahrten
Wenn du denkst, „The Northman“ sei nur Axtgekloppe in Felljacken, dann hast du die Rechnung ohne die Bildgewalt gemacht. Gedreht wurde an echten Drehorten in Island und Irland – und das sieht man. Die Natur ist hier nicht nur Kulisse, sie ist Mitspieler: düster, gewaltig und stellenweise so episch, dass du dich fragst, warum du deinen nächsten Urlaub nicht in einem Wikingerzelt buchen solltest.
Wikinger-Style mit Blut und Bodenhaftung
Ob Berserker-Ritual im Wolfspelz oder kriechende Kamerafahrten durch dunkle Langhäuser – Eggers weiß, wie man Kino zu einem Erlebnis macht. Jeder Blickwinkel, jedes Detail in den Kostümen, jedes mit Schlamm beschmierte Gesicht schreit: Authentizität! Aber halt: Bei all der historischen Genauigkeit fliegt auch mal ein Körperteil durch die Luft. Man muss ja die Balance halten.
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Soundtrack und Klangkulisse – nichts für zarte Ohren
Dröhnende Trommeln und flüsternde Runen
Der Soundtrack ist eine wilde Mischung aus archaischem Getrommel, düsterem Gesang und grimmigem Atmen. Perfekt also für einen Film, der mehr auf Atmosphäre als auf Dialoge setzt. Wenn du mal abschalten willst – einfach den Soundtrack anmachen und ein bisschen durch den Wald rennen. Mit oder ohne Axt.
Weniger Worte, mehr Wucht
Die Dialoge sind sparsam, dafür umso wirkungsvoller. Meistens wird lieber geschwiegen, gegrowlt oder gekämpft. Kommunikation erfolgt hier hauptsächlich über Blickkontakt und Kehlgeräusche – quasi der Wikinger-Smalltalk.
Technik und Besonderheiten: Wenn schon, denn schon
HDR, UHD und X-Ray – Nordmänner in Hochglanz
Der Film ist in gestochen scharfer 4K-Auflösung mit HDR verfügbar. Das bedeutet: Du siehst jeden Bartstoppel, jeden Blutstropfen und jedes Stirnrunzeln in kristallklarer Qualität. Außerdem bietet die X-Ray-Funktion Zusatzinfos zu Szenen und Darstellern – perfekt für Nerds, die wissen wollen, woher sie diesen einen grimmigen Gesichtsausdruck kennen.
Ab 16 – und das auch völlig zu Recht
Hier gibt’s keine Wattebäusche: Die Altersfreigabe ab 16 ist verdient. Der Film ist blutig, nackt und zeigt Sex, Gewalt und Flüche so selbstverständlich wie Butterbrot bei Oma. Nichts für zartbesaitete Gemüter – aber auch kein reiner Splatter. Alles hat hier eine gewisse Ernsthaftigkeit, wenn auch auf nordische, ruppige Weise.
Fazit: Wenn du nur einen Rachefilm mit Wikingerstimmung sehen willst…
…dann The Northman. Ehrlich. Das ist kein Film für einen netten Abend mit Rotwein und Kuscheldecke – sondern einer für Met, Grillfleisch und wütende Männerblicke. Robert Eggers liefert hier einen Film ab, der sowohl kunstvoll als auch brachial ist, gleichzeitig tiefsinnig und voller Testosteron. Eine cineastische Wuchtkeule mit Runenverzierung.
Du bekommst eine klassische Geschichte über Rache – aber erzählt mit Schamanentänzen, Tierhäuten und einer Kamera, die manchmal wirkt, als wolle sie direkt in deine Seele blicken. Und mittendrin ein Held, der so zerrissen ist wie ein Lederumhang nach dem Berserker-Ritual.
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Autor und Bild: Film-Zeitler
Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit









