Wenn man von einem Akustikkonzert hört, denkt man meist eher an die klassisch ruhigen Konzerte. Die Leute sitzen und hören gespannt zu und geklatscht wird, wenn überhaupt nur am Ende eines Liedes. Von Mitgrölen, Abgehen und Springen ganz zu schweigen. In dieser Erwartung zog es mich auch in den Ballroom Osnabrück, wo Rage am 01. Juli einen Special Acoustic Gig spielten. Aber ersten kommt es anders und zweitens als man denkt.


Bevor das Konzert nämlich losgehen konnte, hieß es erst einmal Warten. Warten, dass der Ballroom endlich seine Pforten öffnet und man das erste kühle Bier in den Händen halten kann. Über eine halbe Stunde zu spät war es endlich soweit, allerdings sollte die Zeit des Wartens noch anhalten. Kurz vor zehn (genau sah ich nicht auf die Uhr) kamen Peavy, Victor, Andre und Charlotte endlich auf die Bühne. Moment, Charlotte? Eine Gastmusikerin die bei den Special Acoustic Gigs mit dabei ist. Mit den ersten Tönen von „Lord Of The Flies“ war auch der Gedanke weggeflogen, dass Akustikkonzerte leise sind und die geschätzten 150 Gäste waren hellauf begeistert. Mit einem guten Querschnitt aus ihren bisherigen Werken und verschiedensten Instrumenten (u.a. Bongos!) begeisterten Rage schnell. Von “Turn The Page” über “Empty Hollow” bis hin zu “Straight To Hell” war alles dabei.

Zwischendurch erzählte Victor auch noch von seinem Cello, der guten alten „Ms. Smolski“, welches ein Erbstück der Familie Wagner sei und junge hundert Lenzen alt sei. Insgesamt merkte man, dass alle Spaß an diesem Gig hatten. Selbst der sonst eher weniger in Erscheinung tretende Drummer Andre Hilgers heizte die Meute mit seinen Späßchen ordentlich an. Nach dem obligatorischen „Higher Than The Sky“ war das Konzert leider schon vorbei. Viel zu früh fanden die Gäste und alle brüllten nach einer Zugabe. Laut eigener Aussage hatten Rage aber wirklich keine Songs mehr auf der Liste stehen, die sie hätten spielen können. Hier zeigten sich nun endgültig die Entertainer-Qualitäten von Drummer Andre Hilgers, der diverse aktuelle Charthits und Metalklassiker anspielte, bevor die Band den Auftritt dann mit dem AC/DC Cover „Highway To Hell“ eindrucksvoll beendete.

Alles in allem ein rundum gelungener Abend mit einer Band die sichtlich Spaß an ihrem Gig hatte. Dieses Konzert wird ein Highlight der Konzert und Festivalsaison 2011 bleiben! Einen kleinen Punktabzug gibt es allerdings für die extrem lange Wartezeit.

Die Setlist:

  • 1.Lord Of The Flies
  • 2.Wake The Nightmares
  • 3.Turn The Page
  • 4.Deep in the Night
  • 5.Days Of December
  • 6.After The End
  • 7.Beauty
  • 8.Through Ages
  • 9.Empty Hollow
  • 10.All This Time
  • 11.Straight To Hell
  • 12.Don’t Fear The Winter

(Jazz jam)

  • 13.Higher Than The Sky

Encore:

  • 14.Highway to Hell

(AC/DC cover)

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