Mit meiner Befürchtung, dass es an einem Montagabend nicht wirklich zu einem ausverkauften Konzert kommen würde, lag ich richtig. Nach und nach trudelte die hungrige Meute ein, um in einer doch relativ familiären und überschaubaren Runde, das Konzert zu rocken.

Gegen 20.30 Uhr sollten wir auch nicht enttäuscht werden, als Last One Dying die Bühne betraten und auch gleich mit ihrem ersten Stück „Hour Of The Lead“ die Menge anheizten. Die kölschen Jungs legten einen gelungenen Start hin und konnten mich zu rhythmischen Bewegungen animieren.

Auch die nächsten Lieder überzeugten nicht nur technisch, sondern auch die Performance hatte es in sich. Mir lief der Schweiß nur durch das reine Zuschauen.

Die restliche „Menge“ (schätzungsweise 30-40 Leute) fand auch Gefallen. Allerdings eher im Hintergrund und nicht direkt vorne.

Nach dem vierten Stück kam für Einige relativ unerwartet, ein kleiner, glatzköpfiger, mit einem Mini-Iro und einer Gitarre auf die Bühne. Es war kein Anderer als der Ex – Venom Gitarrist und Black Metal Erfinder Jeff „Mantas“ Dunn. Er stieg ohne lange zu zögern in das nächste Lied „Hate Me“ ein und komplettierte das schön anzusehende Gesamtbild (sorry, ich bin auch nur eine Frau 🙂 ).

Das Neunte und vorletzte Lied goss noch ein weiteres mal Benzin ins Feuer. „Black Metal“ (altes Venom Stück, 1982) wurde mit aller Brachialität zum Besten gegeben. Mit „Into The Deep“ endete der erste Teil des Abends und machte die Leute gierig auf Raunchy.

Nach einer kurzen Umbaupause, betraten Raunchy gegen 21.40 Uhr die Bühne. Die überschaubare Menge zögerte auch nicht lange und trat direkt vor die Stage. Auch ich stand in der ersten Reihe und stellte erstmal fest, dass der Keyboarder Jeppe Christensen samt Keyboard fehlte. Später habe ich erfahren, dass er zurzeit in New York unterwegs ist. Auch ein anderer Gitarrist hüpfte nun über die Bühne. Lars Mayland sprang kurzfristig für Lars Christensen ein.

Nachdem das geklärt wurde, fingen die Dänen auch mit dem Intro ihrer neuen Scheibe „Wasteland Discotheque“ an und die Leute waren sichtlich gespannt.

Gleich der erste Song „Wasteland Discotheque“ begeisterte die Zuschauer. Ich erfreute mich an dem amüsant anzusehenden Sänger Kasper Thomsen, der doch ziemlich verkatert aussah.

Er hüpfte von Ecke zu Ecke und machte gleich Stimmung. Die Begeisterung der Menge steigerte sich von Lied zu Lied, Raunchy animierten uns zum Abrocken und gaben alles auf der relativ kleinen Bühne.

Das vierte Lied „Watch Out“ löste dann alle Hemmungen und das Haar wurde geschüttelt und gerüttelt wie es nur ging.

Danach kam dann mein persönliches, unverhofftes Highlight des Abends. Kasper orderte ein Tablett mit Jaaagamaista (Jägermeister), drückte einem weiblichen Fan 10 Euro in die Hand und schickte sie Richtung Theke. Das Publikum erfreute sich an der Unverblümtheit des Sängers.

Passend zum sechsten Lied „Warriors“ trudelte die hochprozentige Bestellung ein. Die Band langte beherzt zu, aber auch das Publikum sollte nicht zu kurz kommen, die Leute in der ersten Reihe durften auch was haben. Ich war verblüfft, wie schnell viele von hinten nach vorne springen konnten, um noch ein Pinchen zu ergattern.

Nachdem der Durst gelöscht wurde, starteten die Jungs wieder durch und gaben alles.

Ich war von der Performance wirklich begeistert, auch wenn der Sound ab und an etwas nachließ und der Sänger auf einmal nicht mehr zu hören war.

„Confusion Bay“, das elfte Stück von Raunchy verlangte wieder viel. Aber das Publikum sang, gröhlte und klatschte mit. Und das obwohl es nach jedem Lied eine Runde Jägermeister für die Band und für das Publikum gab.

„Curse Of The Bravery“, „Phantoms“, „Farewell To Devotion“ waren die letzten drei Lieder, die aber noch genauso kraftvoll performed wurden wie die ersten Stücke. Kasper hüpfte immer noch von Gesangsmonitor zu Gesangsmonitor, sprang in die Menge und gab alles. Lars Mayland (der Ersatzgitarrist) machte auch einen super Job und fügte sich perfekt in das Gesamtbild ein. Das fehlende Keyboard wurde leider durch Playbackmusik ersetzt, was ich persönlich aber nicht dramatisch fand, da die Stimmung wirklich genial war und die Jungs eine absolut klasse Show geliefert haben. Die Lieder waren ein Mix aus alt und neu. Auch nach der Show waren die Jungs sehr offen und direkt, haben sich mit jedem unterhalten, Autogramme verteilt und sich an den typisch deutschen Alkoholika erfreut.

Die Dänen haben wirklich einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, ich habe sie das erste Mal gesehen, aber nicht das Letzte.

Setlist Last One Dying

  • 01 Hour Of Lead
  • 02 Machine
  • 03 Annabel Lee
  • 04 Legacy

————————————–ab hier mit Jeff „Mantas“ Dunn:

  • 05 Hate Me
  • 06 Darkness
  • 07 Exclude Me
  • 08 Anthem
  • 09 Black Metal
  • 10 Into The Deep

Setlist Raunchy:

  • 01 This Blackout Is Your Apocalypse (Intro)
  • 02 Wastland Discotheque
  • 03 Rembrance
  • 04 Watch Out
  • 05 Live The Myth
  • 06 Warriors
  • 07 Join The Scene
  • 08 The Bash
  • 09 Drive
  • 10 9-5
  • 11 Confusion Bay
  • 12 Curse Of Bravery
  • 13 Phantoms
  • 14 Farewell To Devotion

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