Raw Power gehören zu den europäischen Hardcore-Bands, die in den 80er Jahren den Grundstein für eine lebendige DIY-Szene gelegt haben und das Album Screams from the Gutter gilt zurecht als Meilenstein.

Auf Resusciate wird aggressiver Hardcore mit großer Punkante und ohne Metal-Klimbim geboten. Raw Power galten in den achtzigern als die italienische Antwort auf Black Flag. Für viele heutige Hardcore Hörer ist der rauhe daher Sound mit Sicherheit zunächst gewöhnungsbedürftig, doch gleich der Opener State Depression zeigt, dass man noch locker 20 Jahre Jüngere mit 20 mm Ohrlöchern in die Tasche packen kann. Ein weiterer Anspieltipp ist das Iggy Pop Cover I Wanna Be Your Dog und das zackige Screw Them.

Übrigens, wer mehr über die Entstehung der europäischen Hardcore-Punk Szene erfahren will, dem sei das kürzlich erschienene Buch Network Of Friends von Helge Schreiber empfohlen.

Fazit:

Wer eine neue Hardcore Band sucht und Hardcore mit dem heutigen modernden und klinischen Sound ala Hatebreed etc. definiert, wird entweder begeistert sein und sich eingestehen, dass das was er bisher gehört hat nichts anderes war als Metal, oder er wird diese Opa-Band links liegen lassen. Man braucht keine Retro Oldschool Hardcore Bands wenn es die Originale noch tun.

Tracklist

  • 1.State Depression
  • 2.Resuciate
  • 3.Digging Through My Brain
  • 4.Stop Me If You Dare
  • 5.Crawling
  • 6.Words
  • 7.Dont Rush
  • 8.Talked To You Yesterday
  • 9.Screw Them
  • 10.The Rich Man Sucks And The Poor Man Fucks
  • 11.Desperation
  • 12.Fear Of The Dead
  • 13.Vote For Me
  • 14.Left Of Your Own
  • 15.I Wanna Be Your Dog
  • 16.Watch Your Step
  • 17.The Fun is Over
  • 18.Do What I Say
  • 19.Freedom At Last
  • 20.Not What I Want
  • 21.Worries
  • 22.What Were You Thinking
  • 23.Eyes On Me
  • 24.Promises
  • 25.Born Under A Bad Sign
  • 26.Raw Power