Die Gruppe besteht aus fünf Rheiner Jungs, namentlich sind das Sänger Florian Cotardo, die Gitarristen Patrick Toepsch und Vadim Hefel, Bassist Rouven Stenneke und Drummer Philip Foraita. Das Alter der Mitglieder beträgt zwischen 18 und 20 Jahren, insofern lässt sich schon mal sagen, dass viel Potential in der Konstellation verborgen liegt. Und eben diese Tatsache soll mit „Suicidal“ unter Beweis gestellt werden.Betrachtet man allein mal das Layout und Design des Silberlings und des Drumherums, kann man ohne Zweifel sagen: Beide Daumen hoch! Ziemlich tiefgründiges Cover mit gut eingearbeitetem Line Up. Und auch die CD an sich ist ganz gut anzuschauen. Mit dem offenen Pillenglas, welches auch auf dem Cover zu sehen ist und sich nun in umgestürzter und teilentleerter Position befindet, wurde das vorgestellte Thema übernommen. Doch nun genug vom Äußeren. Um die Musik soll es gehen. Und die ist wirklich nicht zu verachten. Der Eingangssong „My Own City“ macht ordentlich rockige Stimmung und zeigt sich von einer schrammigen Seite, mit konstant ansprechendem Rhythmus und einer Melodie, die sich sofort einprägt und einen nicht mehr so schnell los lässt, hat man sich erstmal mit der Nummer auseinander gesetzt. Ein echt hochklassiger Track, der aber nicht der letzte in diesem Klassement bleibt und nur auf weitere ausgezeichnete Werke vorbereitet. Unter diesen ist besonders auffällig, dass das positive Klangbild auf instrumental gut getroffenen Abstimmungen beruht, die die Darstellungen ermöglichen. Ohne Bass und Drums wäre es nicht möglich, die Gitarren in der vorliegenden, soli- und abwechslungsreichen Weise spielen zu lassen (Die besten Riffs sind übrigens in „Oneway Ticket“ zu finden, finde ich). Außerdem ist zu vermerken, dass sich die Motive meist nicht verändern, sondern sich die jeweiligen Stücke hindurch fortsetzen. Der „Metal“ ist meist klar durchzuhören und meiner Meinung nach einwandfrei gespielt, ergänzt durch einen nicht allzu typischen Alternative Anteil).Der Sänger sorgt besonders für die emotionale Atmosphäre. Beispiel dafür ist „Fuck Rasicm“ in dem Cotardo sein Bestes gibt, die Stimme auf die benötigte Weise in Szene zu setzen. Aber auch sonst wird dieses Schema oft verwendet. Wirklich gratulieren kann man zu den Texten. Besonders der Track „Never Comin’ Back“ gefällt mir sehr. Einfach der Hammer, genauso wie das, was noch folgt.Zusammen fassend kann man sagen, dass man dieses Album nicht schlechter als mit 4 Gitarren bewerten kann.