Wertung: 5 von 10

Hardcore aus Portugal bekommt man nicht jeden Tag zu hören. Wenn dann auch noch eine wütende Frauenstimme aus den Boxen krakelt, staunt das gemeine Hardcore-Kid nicht schlecht.


Was einem beim Hören der EP sofort auffällt, ist die äußerst quäckige Stimme der Frontfrau Sofia. Es braucht einige Zeit, bis man sich an sie gewöhnt hat. Hardcore mit Frauengesang ist immer noch eine Ausnahmeerscheinung und was bei Bands wie Walls Of Jericho oder All For Nothing hervorragend funktioniert, ist bei Reaching Hand eher Geschmackssache.

Daher ist der erste Eindruck auch eher enttäuschend. Sowohl der Opener als auch der zweite Song wirken etwas fragmentarisch. Rauschen die ersten beiden Songs, der nur 10 Minuten langen EP, also relativ unspektakulär an einem vorbei, gibt es mit „Settle The Score“ die erste Überaschung. Der Song ist ein absoluter Kraftprotz und der Höhepunkt der EP. Rasant und mit einer schönen Punk-Kante ausgestattet, gelingt es Reaching Hand hier endlich, ihre Energie in geregelte Bahnen zu lenken. Auch der letzte Song „What We´re Missing“ sollte bei HC-Fans auf offene Ohren treffen, denn hier ertönen plötzlich Gorilla Biscuits– mässige Riffs.

Fazit: Gut gemeinter Hardcore, der den Exotenbonus eigentlich nicht braucht. Für eine höhere Punktezahl ist das Songwriting jedoch zu unausgereift.

Tracklist

  • 01. Time And Again
  • 02. Threshold
  • 03. Settle The Score

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