In den meisten Tonstudios werden in der heutigen Zeit sogenannte Abhörmonitore zum Einsatz gebracht. Hierbei handelt es sich um eine aktive Lautsprecher-Variante, die im Alltag vielseitige Vorteile mit sich bringt.

Abhörmonitore lassen sich -auch vom Laien- auf den ersten Blick von klassischen Lautsprechern unterscheiden. Ein besonderes Charakteristikum ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die meisten Lautsprecher im Endeffekt dann doch „hübscher“ als die Abhörmonitore aussehen, da Letztere hauptsächlich die Aufgabe haben, ihren reinen Zweck zu erfüllen.

Was leistet ein hochwertiger Abhörmonitor?

Recording im Tonstudio: Wie funktionieren Abhörmonitore / Studiomonitore?

Recording im Tonstudio: Abhörmonitore / Bild: Thomann

Damit ein Künstler seinen Sound unverfälscht darstellen und sauber vertonen kann, braucht er ein entsprechendes Equipment. Ein klassischer Studiomonitor zeichnet sich hierbei unter anderem durch eine möglichst flache Frequenzwiedergabe aus, in deren Zusammenhang weder die Bässe noch die Höhen zu stark in den Fokus gerückt werden.

Aufgrund dieser Tatsache, der vergleichsweise flachen Wiedergabe, klingt für viele ein Abhörmonitor zunächst eher langweilig. Der Aufgabenbereich ist jedoch -wie erwähnt- anders abgesteckt als der einer klassischen Box.

Mit Hinblick auf die maximale Lautstärke ergeben sich jedoch keine Unterschiede zwischen den beiden Varianten. Charakteristisch für den Abhörmonitor ist es dann jedoch wiederum, dass dieser mit einem vergleichsweise engen Abstrahlwinkel aufwartet und zudem -dank einer magnetischen Abschirmung- wahlweise auch direkt neben dem PC aufgestellt werden kann.

Der besondere Vorteil der Abhörmonitore

Abhörmonitore gehören zu den aktiven Lautsprechern und bringen damit „von Haus aus“ eine eigene Verstärkung, ein Netzteil und eine Frequenzweiche mit. Das Gerät muss schlussendlich nur noch an die weiteren Gerätschaften angeschlossen werden, um seinen Dienst verrichten zu können.

Wer sich hingegen für einen passiven Lautsprecher entscheidet, braucht zudem noch einen separaten Verstärker, um seine Musik abspielen zu können. Die Beliebtheit der Abhörmonitore ist dementsprechend unter anderem auch auf ihr unkompliziertes Handling zurückzuführen.

Teuer oder günstig? Welcher Abhörmonitor ist besser?

Generell ist es oft vielversprechender, sich einen Abhörmonitor aus dem mittleren bzw. höheren Preissegment zu kaufen, da sich hier -gerade im Vergleich zu den günstigen Modellen- oft deutliche Qualitätsunterschiede zeigen. Wie immer entscheidet hierbei dann jedoch nicht nur das zur Verfügung stehende Budget, sondern auch der individuelle Geschmack.

Der klassische Aufbau eines Abhörmonitors

In der Regel ist ein klassischer Abhörmonitor mit einer Endstufe je Treiber ausgestattet. Doch was ist eigentlich mit Hinblick auf mehrere Endstufen in einem Lautsprecher vorteilhaft? Meist sind mehrere Endstufen der Grund dafür, dass eine optimierte Impulstreue erreicht werden kann. Zudem besteht die Möglichkeit, auf der Basis einer entsprechenden Flankensteilheit, einem Überlappen der Frequenzen vorzubeugen.

Offene und geschlossene Abhörmonitore im Vergleich

Abhörmonitore werden sowohl in der offenen als auch in der geschlossenen Variante angeboten. Generell gilt hierbei: wer sich für einen Lautsprecher interessiert, der unter anderem viel Bass produziert, sollte sich für die offene Variante entscheiden. Musikfans, die sich eher für einen sauberen Sound (auch ohne das Risiko der Produktion von Hintergrundgeräuschen) begeistern können, wählen am besten einfach die geschlossene Monitorvariante. Weiterhin haben Sie auch die Wahl zwischen Zwei- und Drei-Wege-Modellen. Auch erhältlich, wenn auch ein wenig seltener vertreten sind die Ein- oder Vier-Wege-Lautsprecher.


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Nahfeld und Midfield – hierin liegen die Unterschiede

Der Trend mit Hinblick auf klassische Abhörmonitore geht in der heutigen Zeit klar in Richtung Nahfeld-Monitor. Ausschlaggebend dafür, für welches Modell Sie sich entscheiden sollten, sind unter anderem auch die zur Verfügung stehenden Platzverhältnisse. Hierbei gilt, dass sich ein Nahfeld-Monitor vor allem dann eignet, wenn dieser bis zu einem Abstand von zwei Metern in Entfernung zum Lautsprecher aufgestellt wird. Steht mehr Platz zur Verfügung, kann auch auf einen Mittelfeld Monitor zurückgegriffen werden.

Weiterhin sollte jedoch auch immer Rücksicht auf die Gegebenheiten im Raum genommen werden, da Möbel und Co. den Sound letztendlich auch beeinflussen.

Nahfeldmonitore zeichnen sich daher unter anderem durch ihren idealen Einsatzbereich in kleinen Räumen und einen vergleichsweise breiten Abstrahlwinkel aus. Mittelfeld Monitore sind hingegen gut für größere Räume bzw. Studios geeignet und bieten in der Regel einen satteren Klang.

Die Suche nach einem passenden Abhörmonitor

Aufgrund der enormen Sortimentsbreite fällt es dem Verbraucher oftmals schwer, sich für einen bestimmten Abhörmonitor zu entscheiden. Sollten auch Sie sich auf der Suche nach einem neuen Modell befinden, gilt es, unter anderem die Bereiche…:

Leistung bzw. Belastbarkeit
Übertragungsbereich
Schalldruckpegel
Abstrahlwinkel

und selbstverständlich auch den Preis, miteinander zu vergleichen.

Besonders beliebt sind natürlich auch die Monitore, die dem Nutzer die Möglichkeit geben, individuelle Einstellungen vorzunehmen. Empfehlenswert ist es jedoch auch immer, zunächst eine weitestgehend neutrale Einstellung zu wählen, um diese dann an die persönlichen Erwartungen anzupassen. Ob es generell nötig ist, hierbei nachzujustieren, ist unter anderem auch vom jeweiligen Raum abhängig. Gerade dann, wenn eine Box vergleichsweise nahe an der Wand steht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Bass an die bestehenden Verhältnisse angepasst, also nach unten reguliert, werden muss.

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Autorin: Conny


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