In kaum einem anderen Bereich wird über die Frage „Analog oder Digital?“ so heiß diskutiert wie in der Musik. Doch welche Aufgaben übernimmt eigentlich ein Digitalwandler in diesem Zusammenhang?

Der Sinn eines solchen Gerätes ist einfach zusammengefasst: man braucht einen Digitalwandler, um ein Signal, welches in digitaler Form vorliegt, zu einem analogen Gerät zu transportieren. Viele Verstärker bzw. AV-Receiver wurden -ebenso wie kleinere Geräte, wie MP3-Player usw.- schon „von Haus aus“ mit einem Digitalwandler bedacht.

Die Tragweite dieser Gerätschaften zeigt sich unter anderem darin, dass es nicht einmal möglich wäre, ohne sie Musik über einen handelsüblichen Kopfhörer zu hören. Als Basis für den entsprechenden Musikgenuss muss in digital empfangenes Signal immer verarbeitet und entsprechend analog ausgegeben werden.

In der Realität zeigt sich jedoch häufig, dass die Digitalwandler, die in den erwähnten Geräten verbaut wurden, meist schlechtere Ergebnisse liefern, als externe Wandler.

Von „günstig“ bis „teuer“ – Digitalwandler in der Übersicht

Recording Digitalwandler

Recording Digitalwandler

Wer sich mit den Preisen für Digitalwandler befasst, erkennt vergleichsweise schnell, dass er die Wahl zwischen augenscheinlich besonders günstigen und teuren Produkten hat. So sind die Modelle in der unteren Preisklasse schon oft ab 25 Euro zu erstehen. Teure Wandler schlagen hingegen auch mit mehr als 2.000 Euro zu Buche.

Dementsprechend ist die Frage danach, wo hierbei der Unterschied liegt, natürlich durchaus verständlich. Günstigere Modelle zeichnen sich in der Regel durch eine vergleichsweise geringe Größe und verschiedene Audioanschlüsse aus. Wer besonders flexibel bleiben möchte, entscheidet sich am besten für ein Modell, das über einen (oder mehrere) USB-Anschluss/ Anschlüsse verfügt. Dieses bietet dann den Vorteil, dass es mit dem PC verbunden und beispielsweise als Soundkarte eingesetzt werden kann.

Wer ein wenig mehr Geld investiert, erhält ein Gerät mit einem separaten Lautstärkeregler und erweitert damit seine Möglichkeiten um dieses „Extra“.

Interessante Zahlen zum Thema „Digitalwandler“

Wer sich auf der Suche nach einem passenden Digitalwandler befindet, sollte vor allem auf zwei unterschiedliche Werte achten.

Einerseits ist hierbei die Zahl der Wandlungen in der Sekunde (also die sogenannte „Abtastrate“, andererseits auch die Auflösung interessant. Bei letztgenanntem Punkt handelt es sich um die Anzahl der potenziell möglichen Werte, die der jeweils digitalisierte Wert annimmt.

Die klassische Spanne mit Hinblick auf die Abtastrate liegt in der Regel bei bis zu 1GHz. Der Auflösungswert besagter Modelle startet bei circa 8 Bit je Wert, wohingegen das Maximum bei 24 Bit je Wert liegt.

Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen analogen und digitalen Signalen?

Generell gilt, dass analoge Signale keine separaten Abstufungen vorweisen. Im Alltag im Tonstudio zeigt sich hierbei, dass es daher schwierig ist, die entsprechenden Signale zu verarbeiten.

Anders verhält es sich mit digitalen Signalen. Diese basieren auf unterschiedlichen Abstufungen und lassen sich daher besser individualisieren. Dementsprechend braucht es -gerade für die Arbeit im professionellen Tonstudio- einen verlässlichen Digitalwandler, um einwandfrei arbeiten zu können.

Wie arbeitet der Digitalwandler genau?

Um ein bestehendes, analoges Signal in ein digitales Signal umwandeln zu können, müssen in der Regel zwei Schritte vollzogen werden. Zunächst ist es die Aufgabe des Gerätes, die sogenannte „Abtastung“ durchzuführen. Hierbei wird die kontinuierliche Veränderung in vorgegebene Stufen vollzogen. Im Zuge der zweiten Phase, der Quantisierung, wird die Grundlage dafür gelegt, dass das analoge Signal nur eine vorgegebene Menge an Werten ausweisen kann.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch auch, dass nicht jeder Digitalwandler gleich arbeitet. Vielmehr ist das Vorgehen vom jeweiligen Modell und seiner Bauweise abhängig.

Bekannt sind hierbei unter anderem…:
Das Zählverfahren (Hier werden die minimal einstellbaren Stufen so lange zusammenaddiert, bis der Unterschied im Vergleich mit dem ursprünglichen, analogen Signal so gering wie nur möglich ist.)
Das serielle Verfahren (Im Zusammenhang mit dem seriellen Verfahren wird auf der Basis eines Digital-Analog-Wandlers gearbeitet. Das Gerät versucht hierbei, besonders nahe am analogen Signal zu arbeiten.)
Parallele Verfahren (Wie der Name bereits vermuten lässt, arbeiten die parallelen Verfahren gleichzeitig auf mehreren Ebenen und auf der Basis eines Vergleichs.)


Einen passenden Digitalwandler findet man bei Thomann

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Wann lohnt es sich, auf einen externen Digitalwandler zurückzugreifen?

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es heutzutage viele Gerätschaften, in die schon ein Digitalwandler integriert wurde. Besonders dann jedoch, wenn die Ansprüche hoch sind, kommt die eingebaute Variante jedoch erfahrungsgemäß schnell an ihre Grenzen. Viele interne Soundkarten im Laptop zeichnen sich beispielsweise durch ein charakteristisches, störendes Rauschen in den Signalen aus.

Eine Verbesserung kann hier nur dann erzielt werden, wenn das Signal auf der Basis eines einheitlichen, vorgegebenen Taktes arbeitet. Weiterhin ist es wichtig, dass der Ton von keinem Fehler des Jitter in Mitleidenschaft gezogen wird. Wer hierbei auf Nummer Sicher gehen möchte, setzt am besten auf einen externen Digitalwandler mit einem USB-Anschluss. Auf den Jitter-Transfer muss in diesem Falle dann nicht mehr zurückgegriffen werden.

Wer -gerade mit Hinblick auf den Digitalwandler-auf ein hohes Maß an Qualität setzt, sollte sich selbstverständlich jedoch auch mit den dazugehörigen Preisen auseinandersetzen. Summen im vierstelligen Bereich sind hierbei keine Seltenheit. Doch keine Sorge! Auch die Geräte in den unteren Preisklassen warten hier noch mit einer durchaus vertretbaren Qualität auf.

Tonstudio-Profis bringen jedoch meist die höherpreisigen Modelle zum Einsatz, um nicht nur die Vielseitigkeit ihrer Möglichkeiten zu nutzen, sondern auch ein in jeder Hinsicht überzeugendes Endergebnis zu produzieren.

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Autorin: Conny


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