Wie der Name schon vermuten lässt, wird einem Summierer die Aufgabe zuteil, etwas „zusammenzuziehen“. Genauer gesagt: ein solches Gerät vereint -ähnlich wie ein Mischpult- verschiedene Spuren unter sich.

Einige Verbraucher sind jedoch immer noch der Meinung, dass sich der Kauf eines Summierers, auch aufgrund der Preise, die sich oft im vierstelligen Bereich bewegen, nicht wirklich lohnt. Doch ist dem wirklich so?

Wie läuft eine klassische Summierung eigentlich ab?

Recording Summierer

Recording Summierer

Im Zuge einer Summierung treffen die verschiedenen Einzelspuren aufeinander und werden zusammengefasst. Hierbei besteht immer die Gefahr, dass das Gesamtwerk nun übersteuert. Immerhin trägt jede der Einzelspuren dazu bei, dass der Pegel kontinuierlich anwächst und „sich summiert“. Die entsprechende Übersteuerung findet dann ab einer bestimmten Grenze unweigerlich statt.

Und genau an dieser Stelle setzt ein Summierer an. Seine Aufgabe ist es, die Pegel der erwähnten einzelnen Spuren zu mindern, noch bevor diese aufsummiert werden. Weiterhin zeichnen sich hochwertige Geräte dadurch aus, dass sie ihre Arbeit ohne unerwünschte Nebenerscheinungen, wie beispielsweise einem negativen Einfluss auf den Ton, verrichten.
Summierer werden heutzutage sowohl in der analogen als auch in der digitalen Variante angeboten. Während der oben genannte Ablauf in diesem Zusammenhang der analogen Variante zuzuordnen ist, verhält sich das Ganze mit Hinblick auf die digitale Version ein wenig anders. So werden bei den digitalen Summierern nicht nur die Pegel, sondern auch die Anzahl der Bits reduziert. Auch der Klirrfaktor steigt an. Der Nachteil der digitalen Summierer zeigt sich hierbei unter anderem darin, dass es zu möglichen Qualitätsverlusten mit Hinblick auf den Sound kommen kann. Oft sind diese jedoch so minimal, dass sie kaum bzw. gar nicht hörbar sind.

Die Vorteile der analogen Summierer in der Übersicht

Wie bereits oben erwähnt, ist der Klirrfaktor bei den analogen Summierern tendenziell geringer als auf Basis der digitalen Version. Zudem ist die Fehlerrate beim Summieren auf analoger Ebene oft geringer und auch die detailreichsten Elemente bleiben in der Regel erhalten und können entsprechend weiterverarbeitet werden.
Zu guter Letzt überzeugt der analoge Summierer jedoch auch im Zusammenhang mit dem gebotenen Sound. Dieser wird -auch von Laien- oft als deutlich wärmer empfunden. Auch mit Hinblick auf die Weiterbearbeitung unter der Nutzung der analogen Summierer bleiben keine Wünsche offen. Es braucht beispielsweise keine separate Signalumwandlung, um etwaige analoge Effekte einzubauen.

Die Alternative: der digitale Summierer

Nun jedoch davon auszugehen, beim analogen Summierer handele es sich immer um die beste Wahl, wäre falsch. Vielmehr wartet auch die digitale Variante mit einigen Vorteilen auf, die beim Kauf berücksichtigt werden sollten.

So verliert der analoge Summierer beispielsweise den direkten Vergleich, wenn sich der Nutzer für ein besonders günstiges Modell entscheidet. Generell gilt hierbei, dass sich der Käufer auf der weitestgehend sicheren Seite befindet, wenn er sich für ein analoges Gerät im vierstelligen Bereich entscheidet. Die hochwertigen Modelle bilden hier meist die Basis für hervorragende Signale.

Ein weiterer Nachteil der analogen (und sicherlich ein Vorteil der digitalen) Version ist es, dass sowohl die Bearbeitung der Lautstärke als auch die Arbeiten im Bereich „Balance“ an den Summierer weitergegeben werden. Hier hat der Nutzer jedoch nicht die Option, eventuelle Lieblingseinstellungen zu speichern und immer wieder auf diese zurückzugreifen. Sie müssen immer wieder neu eingestellt werden.


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Individuelle Einstellungen am Summierer

Unabhängig davon, ob ein Summierer auf analoger oder digitaler Ebene arbeitet, unterscheiden sich die einzelnen Geräte zudem auch mit Hinblick auf ihre Optik und die individuellen Einstellungsoptionen. So entscheiden sich manche Hersteller dafür, dem Nutzer wenige (bis keine) zusätzlichen Bedienelemente zu bieten und möchten dadurch die Grundlage für einen möglichst „reinen“ Signalweg bzw. eine saubere Übermittlung bilden.

Der Markt bietet jedoch auch andere Gerätschaften, die dann wiederum mit „Extras“ wie Fadern und Reglern ausgestattet sind, um einem Sound eine persönliche Note zu verleihen. Je nach Gerät wird der Sound dann entsprechend „von Haus aus“ beeinflusst.

Was ist besser? Analog oder digital?

Die Unterschiede zwischen „analog“ und „digital“ zeigen sich in der Regel mehr im Nutzerkomfort als im Klang selbst. Je nach Gerät fällt es so sogar oftmals schwer, allein aufgrund des Sounds zwischen beiden Varianten zu differenzieren. Zudem sorgten die technischen Entwicklungen der letzten Jahre auch dafür, dass die Unterschiede mit Hinblick auf einen hochwertigen Klang zunehmend geringer wurden.

Und trotzdem schwören auch gerade viele Profis immer noch auf die Analogsummierer in den oberen Preisklassen. Ausschlaggebend ist hierbei auch auf noch die Tatsache, dass es unter seiner Nutzung möglich ist, einen Sound mit Hilfe von separaten Effekten noch individueller zu gestalten.

Besonders bemerkenswert ist es hierbei zu guter Letzt zweifelsohne auch, dass es sich bei den Geräten der Summierer um eine Produktsparte handelt, die sich wie nur wenige andere gegen die zunehmende Digitalisierung (auch gerade im Tonstudio) behaupten kann.

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Autorin: Conny


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