Wer sich heute mit Studioaufnahmen, deren Abnahme und der allgemeinen Verarbeitung befasst, erkennt schnell, dass auch in diesem Bereich zweifelsohne alles digitaler wird. Gleichzeitig gilt es auch, sich an die modernen Möglichkeiten (und nicht zuletzt an die Technik) anzupassen und hier -als Hersteller von Software- nicht den Anschluss zu verlieren. Doch welche Software-Varianten braucht es eigentlich in einem professionellen (oder semiprofessionellen) Tonstudio?

Die DAW – Digital Audio Workstation

Recording Studiosoftware

Recording Studiosoftware

„DAW“ steht für „Digital Audio Workstation“ und dient als eine Art der Zentrale. Mit dieser Software ist es unter anderem möglich, ein komplettes Lied nicht nur aufzunehmen, sondern auch zu mischen bzw. zu schneiden. Auf den ersten Blick ergeben sich hieraus also keine großen Unterschiede im Vergleich zur analogen Variante. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass die Technik, die in den DAWs steckt, immer weiter verbessert wurde, hat es die Software geschafft, die analoge Konsole immer weiter zu verdrängen.

Apropos DAW: unweigerlich verknüpft mit der Digital Audio Workstation sind übrigens die dazugehörigen…

Plugins

Bei Plugins handelt es sich um Programme, in wiederum innerhalb der DAW arbeiten. Je nach persönlichem Bedarf können immer wieder Plugins hinzugefügt werden. Zudem ist es übersichtlicher, die verschiedenen Plugins nochmals in weitere Unterkategorien zu unterteilen. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang…:

Virtuelle Instrumente (eine hervorragende Möglichkeit, um bestimmte Instrumente einzuspielen, die aktuell nicht im heimischen Tonstudio aufzufinden sind. Profis hören hierbei selbstverständlich in der Regel den Unterschied zum „echten“ Instrument, zudem sind nicht alle Musikinstrumente in der virtuellen Variante verfügbar. Dennoch handelt es sich hierbei durchaus um eine ernstzunehmende Alternative, die im Notfall aushelfen kann.)

Pitch Editing und Time Editing (vereinfacht ausgedrückt, hilft die Editing Software dabei, die Qualität einer Stimme zu verbessern. Mit Hilfe des Pitch Editing ist es möglich, die gefürchteten „schrägen Töne“ in einer Stimme zu eliminieren. Niemand muss Musikfachmann sein, um zu erkennen, dass sicherlich viele Hits ohne dieses Plugin nicht so erfolgreich gewesen wären, wie sie es im Endeffekt waren. Time Editing ist heutzutage hingegen der Bestandteil vieler DAWs. Mit der Hilfe dieses Tools ist es unter anderem möglich, Noten aus dem Song „auszuschneiden“ und dafür zu sorgen, dass ein entsprechender Takt gehalten wird. Vor allem im Zusammenhang mit Schlagzeugen ist dieses Tool besonders beliebt. Bei anderem Instrumenten ist seine Verwendung jedoch weniger empfehlenswert.

Equalization (wer dafür sorgen möchte, dass beim Spielen eines Songs die entsprechend eingesetzten Instrumente immer in der gleichen Intensität gehört werden, setzt auf die sogenannte Equalization. Somit wird dem Umstand vorgebeugt, dass ein Instrument die anderen übertönt – oder von den anderen übertönt wird.)

Kompression (was die Equalization für die Instrumente ist, ist die Kompression für die einzelnen Töne. Wer hier mit der passenden Software und dem nötigen Wissen arbeitet, sorgt dafür, dass jeder Ton in der gleichen Lautstärke wiedergegeben wird. Besonders dann, wenn ein Song dementsprechend zum Beispiel aus dem Pop- oder Rock-Bereich stammt, handelt es sich bei Kompression um ein fast schon unersetzliches Tool.

Digital Reverb (mit diesem Plugin ist es möglich, einen künstlichen Hall zu erzeugen. Das Schaffen einer besonders „feierlichen“ Atmosphäre stellt damit kein allzu großes Problem mehr dar.)

Plugins und Software für besondere Effekte

Wer sich mit der Optimierung seiner Studioaufnahmen befasst, sollte auch mit Hinblick auf besondere Effekte, wie beispielsweise Delay, Modulation und Stereo Imaging befassen.

Gerade als Anfänger im Bereich der Studiosoftware ist es dennoch sinnvoll, den Einsatz der Software mit Bedacht zu steuern bzw. deren entsprechende Einzelteile gezielt einzubringen.

Das Motto „Weniger ist mehr!“ passt hierbei nicht immer, aber zumindest oft. Je nach Musikgenre kann es dementsprechend durchaus sein, dass ein vergleichsweise geringer Einsatz von Software nötig ist, um wunderbare (und zur Stimmung passende) Effekte zu erzielen.


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Was sollte beim Kauf von Studiosoftware beachtet werden?

Wer Studiosoftware nutzen möchte, hat hierzu mit Hinblick auf deren Kauf unterschiedliche Möglichkeiten. So ist es einerseits beispielsweise zunächst zu empfehlen, zu checken, mit welchen Plugins die DAW ohnehin schon ausgestattet ist. Besonders für Laien handelt es sich hierbei um eine hervorragende Chance, sich auf diesem Gebiet einzuarbeiten.

Wem die Anzahl der Plugins in seiner DAW nicht ausreicht, kann auch einzelne Plugins nachkaufen. Ein wenig günstiger ist es dann jedoch, sich nicht nur für ein einzelnes Plugin, sondern gleich für ein ganzes Paket zu entscheiden. Plugin-Pakete werden heutzutage in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Eines haben die Pakete dem Einzelkauf gegenüber so gut wie immer voraus: sie sind günstiger und bieten verständlicherweise noch ein wenig mehr Flexibilität.

Wer dementsprechend zwar noch nicht weiß, wie er seine Songs genau bearbeiten möchte, entscheidet sich am besten für ein buntes Potpourri an Effektmöglichkeiten auf der Basis einer hochwertigen Software.

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Autorin: Conny


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