revelinflesh2014Die fünf Mannen von „Revel in Flesh“ widmen sich auf „Death Cult Legions“ (manchmal auch „Death Kult Legions“ geschrieben) dem „Death Metal“ alter Schule. Die schwäbische Band wurde 2011 von zwei Mitgliedern anderer Bands gegründet, die sich gerade aufgelöst hatten. Das aktuelle Line-up von „Revel in Flesh“ ist

Haubersson – Vocals
Götzberg – Bass
Maggesson – Guitars
Herrmannsgard – Guitars
Vögtsson – Drums

Das Debut-Album der damals noch rudimentären Band aus Haubersson und Maggesson hieß „Deathevokation“. Es wurde in der Szene begeistert aufgenommen. Von da an war der Erfolgsweg für „Revel in Flesh“ vorgezeichnet. Album-Cover und Merchandise-Artikel werden von Juanjo Castellano entworfen. Die Band komplettierte sich 2012 um drei weitere Männer, die bereits reichlich Erfahrung im Metal-Bereich mitbrachten.

Mit „Death Cult Legions“ legen „Revel in Flesh“ ihren dritten Longplayer nach „Deathevokation“, „Manifested Darkness“ und fünf EP-Veröffentlichungen vor. Die Band hat spürbar an ihrem kompositorischen und instrumentellen Können gefeilt. Zudem dürften die Erfahrung aus diversen Live-Konzerten und ein neues Label Impulse gegeben haben. Zwei Jahre Songwriting sind in das neue Album eingeflossen. Der eigenständige Charakter der Band wurde präzisiert. Ansonsten bedienen „Revel in Flesh“ alle Wünsche ihrer Fans. Sie klingen dunkler, atmosphärischer und brachialer als je zuvor, aber auch variabler. Das Sound-Inferno von „Revel in Flesh“ verbindet Elemente des „Death Metals“ aus den Neunzigern mit musikalischen Einflüssen schwedischer Metal-Vorbilder. Vor allem die „HM2 Pedal Distortion“ prägt den Sound der Band. Alle Bandmitglieder sind mit „Death Metal“-Sounds groß geworden. Sie sehen dieses Genre als eine ehrliche Reinform musikalischer Energie.

Die dunkle Seite der menschlichen Existenz wird auf „Death Cult Legions“ kultiviert. Als problematisch sieht Bandgründer Haubersson die Überfrachtung des „Death Metal“-Sektors mit zu vielen Veröffentlichungen und zu ähnlich klingenden Bands. Daher ist es ein wichtiges Ansinnen von „Revel in Flesh“, sich abzuheben. Die Stücke des Albums „Death Cult Legions“ sind

1. In the Name of the Flesh
2. When Glory Turns To Ruin
3. Black Oath Impurity
4. Graveyard Procession
5. Death Kult Legions
6. Frozen Majesty
7. Hurt Locker
8. Cryptcrawler
9. As Souls Descend
10. Leviathan
11. und Necropolis (ein „Manilla Road“-Cover)

„Revel in Flesh“ liefern mit ihrem dritten Album „Death Kult Legions“ erneut Old-School-Death-Metal ab. Drei Stücke der Scheibe repräsentieren beispielhaft deren Vielseitigkeit: Der Opener „In The Name Of The Flesh“ kommt mit morbider Atmosphäre und mächtigem Refrain an die Ohren. Begleitet wird das Soundgewitter von Blast Beats und dem charakteristischen Riffing. Groovendes und ungeschliffenes Midtempo-„Death Metal“ zeigt sich in „Graveyard Procession“. Das Gitarrensolo von Dan Swanö ist hörenswert. Schleppendes Tempo und atmosphärische Düsternis dominiert auch „Cryptcrawler“. Ergänzend sollte man in das „Manilla Road“-Cover „Necropolis“ hineinlauschen. Hier zeigt sich erneut die Vielseitigkeit von „Revel in Flesh“.

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