Wertung: 8 von 10

Nur knapp ein Jahr nach Veröffentlichung des Debütalbums der Death Metal-Newcomer aus Schwäbisch Gmünd legt der Fünfer das zweite Machwerk vor. Die Erwartungen nach dem mehr als ordentlichen Erstling sind dementsprechend hoch.


Die ersten Pluspunkte für „Manifested Darkness“ erhalten Revel In Flesh für das wieder großartig gestaltete Artwork. Das recht epische-düstere Cover verheißt schon mal Gutes und auch musikalisch geht man gewohnt rasant nach vorne. Der Opener „Revel In Flesh“ prescht über knappe vier Minuten gnadenlos in den Gehörgang und bremst nicht eine Sekunde ab. Auch das folgende „Dominate The Rotten“ beschreitet diesen Weg ohne großartig Abwechslung einzubauen. Konstant auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite könnten böse Zungen behaupten, dass der Albumauftakt ein wenig einfallslos ist. Dass Revel In Flesh allerdings nicht nur drauf los knallen, dabei aber höchst präzise und technisch sehr gekonnt agieren, beweist das erste langsamere Stück mit dem Titel „Deathmarch“. Nach einem kurzen Intro schleppt sich der Song schwerer und böser als seine Vorgänger über seine sechs Minuten Laufzeit und geht hier und da wieder ein wenig schneller als Midtempo zu Werke. Ein erster Höhepunkt auf „Manifested Darkness“ und zugleich ein geniales Stück Todesblei. Beim titelgebenden „Manifested Darkness“ begibt man sich wieder in schnellere Gefilde. Diese Gangart behalten die fünf Herren bei und nur an ein paar wenigen Stellen wird die Bremse getreten. Mit „The Maggot Colony“ liefern Revel In Flesh dann ein weiteres Highlight ab. Ein rasanter Death Metal-Song, der trotz seiner vergleichsweisen kurzen Laufzeit von unter drei Minuten recht viel Abwechslung bietet und stellenweise zum exzessiven Headbangen einlädt. Erst mit „Operation Citadel“ greift man das Muster von „Deathmarch“ wieder auf. Der Song ist schleppend und erinnert schon ein wenig an die Doom Death-Legenden Asphyx. Zum Ende des Albums drücken Revel In Flesh wieder etwas stärker auf das Gaspedal und liefern mit dem Song „Rotting In The Void“ den letzten Höhepunkt von „Manifested Darkness“ ab. Dieses Stück bietet alles, was das Death Metal-Herz begehrt. Angefangen von einem kurzen Piano-Intro, das in schwerstes Gedonner übergeht, teilweise rasant nach vorne prescht, dann aber in den Midtempo-Parts den Nacken aufs Schwerste belastet. Unterm Strich ein sehr repräsentativer Querschnitt des gesamten Könnens der Baden-Württemberger. Zum Schluss gibt es nochmal kurz und knapp auf die Zwölf mit dem Rausschmeisser „Twisted Mass Of Burnt Decay“.

Im Endeffekt kann man sagen, dass es sich bei „Manifested Darkness“ um eine lupenreine Fortsetzung des ersten Albums „Deathevokation“ handelt. Gekonntes Gewemmse dominiert und erfreut die Gehörgänge von Fans des Death Metals der alten Schule. Also genau das, was man erwarte,t wenn sich eine Band nach einem Song der legendären Entombed benennt. Dass es sich bei der kurzen Zeit zwischen den beiden Alben um einen Schnellschuss handelt, kann ich mit bestem Gewissen verneinen. Revel In Flesh zeigen was sie können und dass sie es gut können. Ich bin gespannt, was die Jungs auf der Bühne zeigen, denn dieses Jahr gastieren sie auf dem Summer Breeze und werden mit Sicherheit schwer auf sich aufmerksam machen.

Tracklist

  • 01. Revel In Flesh
  • 02. Dominate The Rotten
  • 03. Deathmarch
  • 04. Manifested Darkness
  • 05. Torment In Fire
  • 06. The Maggot Colony
  • 07. Operation Citadel
  • 08. Warmaster
  • 09. Rotting In The Void
  • 10. Twisted Mass Of Burnt Decay

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen