Experimental Black Metal? Das klingt doch mal interessant dachte ich mir und es klingt im wahresten Sinne des Wortes interessant. Nach den ersten beiden Demos und ihrer Split LP mit Blut aus Nord brachten sie nun ihr erstes Album „Chamber of Divine Elaboration“ raus, und ich bin mehr als überrascht, wie man den Black Metal doch verändern kann. Mit I.Luciferia am Mikrofon, Schlagzeug, Keyboard und an der Gitarre und Aym am Bass veröffentlichen Reverence nun ihr Debut.Schon mit ihrem acht Minuten langen Opener haben sie eine Horrorfilm-artige Atmosphäre geschaffen und nach gut zwei Minuten Frauengekreische und einem unheimlichen Intro fangen endlich die Gitarren an, gefolgt vom Schlagzeug, welches aber nach kurzer Zeit wieder aussetzt und man das Gefühl hat, als wäre es eine endlose Schleife, welche von der Gitarre runtergespielt wird. Als dann nach knapp fünf Minuten der krächzende Gesang einsetzt, musste ich sofort an den Secrets of the Moon Song „Lucifer Speaks“ denken, doch auch der Gesang setzt nach kurzer Zeit wieder aus und es kommt wieder diese Horrorfilm-artige Atmosphäre auf.Bei „Institution of the Dirt Archetype“ und „Infected Forms of Distance“ kommen mehr die clean Vocals zum Einsatz und es wird mit schönem Black/Doom Metal das Trommelfell des Hörers verwöhnt. Bei „Inner Phaze“ und „White Journey Inc.“ läuft es einem wieder eiskalt den Rücken runter, denn ständig packt einen das Gefühl, als wenn jeden Moment ein maskierter Mann mit Machete durch die Tür hereinplatzt und auf einen los geht.Der sechste Song „Astral Noise Projection“ beginnt wieder mit einem schauderhaften Intro gefolgt von der Kombo eines typischen Black Metal Riffs und einer auch typischen Doom Metal Geschwindigkeit, welche mit einem unheimlichen Outro wieder endet. Ihren siebten und letzten Song „Ride of inanimate Emptiness“ beginnen Reverence auch wieder mit einem bösartig klingenden Intro, welches gleichzeitig Hauptlied und Outro mit in sich bezieht und somit eine knappe Stunde voller Gänsehautfeeling und Black/Doom Metal Attacken beendet.Endlich mal eine gute Scheibe, welche nicht nur schäbiges Geballer und ranziges Rumgekrächze bietet. Nicht als Einschlafmusik für den Nachwuchs zu empfehlen. Ich bin mal echt gespannt, was die Franzosen als nächstes liefern.