Review von Therion – Gothic Kabbalah aus dem Archiv (2007)

Mit dem Song „Mitternacht Löwe“ knüpft das Album dann auch noch an den Vorgänger an, so dass Christofer Johnsson tatsächlich von einer Quadrologie spricht. Da muss man allerdings sagen, dass dieser Zusammenhang für mich spätestens mit dem zweiten Song „Gothic Kabbalah“ endet.

Therion – Gothic Kabbalah

Therion - Gothic Kabbalah
Therion – Gothic Kabbalah

Dieser steht völlig eigenständig und eröffnet dem Hörer die neue Welt von Therion. Sehr viel verspielter und weniger schnell geht es zur Sache. Die Songs sind allesamt komplexer und sehr viel weniger eingängig als alles zuvor. Das ist eigentlich sehr schade, weil Therion gerade mit zwar komplexen, aber auch eingängigen Melodien berühmt geworden sind. Man siehe nur einmal das “Theli“-Album.

Doch man soll nicht zu sehr in der Vergangenheit schweifen. “Gothic Kabbalah“ ist auch 10 Jahre jünger. Wohlwollend könnte man hier von ausgereifteren Sachen sprechen. Was “Therion zaubern, das ist Qualität auf höchstem Niveau.

Therion – Musikalisch ganz weit vorne

Musikalisch sind die Schweden wieder mal ganz weit vorne. Nur was dem einen nicht vertrackt genug sein kann, das ist dem anderen zu uneingängig. Songs wie „Trul“ oder auch „Adulruna Redivivia“ sind schon recht anstrengend. Dagegen stehen „Chain Of Minerva“ und der Titeltrack, wobei besonders letzterer jedermann sofort mit dem Refrain in seinen Bann zieht.

Kommen wir aber wieder zur Musik. Hier wird wieder alles geboten, was man von Therion erwartet. Männer wie Frauen trällern, mal etwas härter, mal lieblich und sanft. Bei orchestralen Sounds wird nicht gespart und die so beliebten, strangen Melodien können auch gefunden werden. Wie aus einem Guss wirkt das Ganze nur dabei leider nicht. So fällt alles zum Ende der ersten CD ziemlich ab.

Fazit Gothic Kabbalah

Die B-Seite kommt dann zum Glück aber wieder zusammenhängend daher, so dass man besonders „Three Treasures“, „The Path Of Arcady“ und „Chain Of Minerva“ wieder genießen kann. Insgesamt ist der zweite Teil stärker ausgefallen, wenn auch mit „Gothic Kabbalah“ der Song mit dem meisten Livepotential auf CD 1 vertreten ist. Mit diesen Empfehlungen begebe ich mich dann auch noch einmal in die Welt der Legenden. In diesem Sinne…

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Autor: ArchiVader

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