Erstens finden wir auf dieser CD Stücke von gleich drei verschiedenen Bands, bei denen Herr Andersson als Keyboarder mitgewirkt hat (Time Requiem, Majestic, Space Odyssey), und zweitens handelt es sich alles um Neuaufnahmen mit einer neuen Zusammensetzung, weil die produktionstechnische Qualität der Originale dem heutigen Stand nicht mehr entspricht (meint Herr Andersson). Aber wo wir gerade bei der Band sind: Den Gesangspart aller Stücke hat Göran Edman (ex. Malmsteen) übernommen, dem seine Aufgabe auch sehr gut gelungen ist. An der Gitarre werkelt Magnus Nilsson, der auch schon bei einer der drei Originalbands diesen Job erledigte (Space Odyssey). Den Bass spielt Andy Rose und am Schlagwerk sitzt Jörg Andrews. Ganz persönlich bin ich aber der Meinung, dass nicht sämtliche Schlagzeug-Parts auch von einem Menschen eingetrommelt wurden. Ich mag mich irren, aber alleine ein Reinhören in den ersten Track untermauert meine Vermutung.

Als Gastmusiker erleben wir Sven Cirnski an der Gitarre und Jens Johansson (Stratovarius) am Keyboard.

Wie vom Chef gewünscht erfüllt dieses Album jegliche Produktionsstandards. Kommen wir also zum Inhaltlichen:

Durch die Mitwirkung von Richard Andersson bei allen drei Bands entsteht im Songwriting natürlich eine gewisse Ähnlichkeit. Der Titeltrack begrüßt uns schon mit über neun Minuten Laufzeit mit einer sehr keyboardlastigen Mischung aus „Stratovarius“ und progressiven Elementen. Allgemein ist der Großteil der Songs im Fünf-Minuten-Plus-Bereich angesiedelt. „Confusicus“, der zweite Track des Albums ist etwas ruhiger, driftet schon fast in den Hardrock ab, nur um für Lied Nummer drei, „Attar of Roses“, Zeit zum Luftholen zu lassen. Hier geht es wieder in den Hochgeschwindigkeitsbereich für Drums, Gitarre und natürlich Keyboard. Ein kniffeliges Solo jagt das nächste. Track Nummer sieben hätte genauso gut auf einer „Stratovarius“-Platte erscheinen können und der Schlusstitel „Voodoo Treasure“ zeigt noch mal mit aller Deutlichkeit, dass Herr Andersson schon in frühen Jahren eine Vorliebe für klassische Musik (vor allem Bach) entwickelte. Diese Umsetzung klassisch-musikalischer Themen in den Heavy Metal gelingt außerordentlich gut.

Fazit: Wer progressiven Metal mit „Stratovarius“-Einflüssen mag, ist hier an der richtigen Stelle. Durch das Zusammenschmelzen der besten Stücke der drei Ursprungsbands geht auch deren teilweise Eintönigkeit der Originalplatten verloren.

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