Die britische Rockband Pink Floyd wurde im Jahre 1964 gegründet. Abgesehen von dem riesigen Erfolg, den die Band schon alleine durch ihre Musik erreicht hat, ist die Band auch für eine umfangreiche klangliche und optische Umsetzung der Musik auf der Bühne bekannt.

Pink Floyd

Rock Classics: Pink Floyd

Rock Classics: Pink Floyd

Pink Floyd hat seinerzeit einen ganz neuen musikalischen Stil auf den Markt gebracht. Insgesamt haben Pink Floyd weit über 300 Millionen Musikalben verkauft. Anfangs, als Syd Barret noch der Gitarrist und auch Sänger der Band war, ordnete man den Musikstil Pink Floyds der psychedelischen Rockbewegung zu. Drogenbedingt musste Syd Barret allerdings die Band verlassen. Danach ging der Musikstil der Band eher in den Bereich Progressiver Rock, Jazz, Blues und klassische Musik. Im Jahre 2005 gab es noch einen letzten Auftritt der Band gemeinsam. Da danach auch der Keyboarder Richard Wright im Jahre 2008 starb, ist es sehr unwahrscheinlich, noch einmal einen Auftritt der restlichen Bandmitglieder zu erwarten.

Pink Floyd – ein eigenständiges Stück Musikgeschichte

In der Zeit als Pink Floyd noch ihre Hauptzeit hatte, war es für viele Rock Bands normal, auch mal ganz verschiedene Musikstile miteinander zu verarbeiten. So taten dies auch Pink Floyd. Ihr Stück „Another Brick in the Wall“, das in der Zeit des Mauerfalls herauskam, ist noch heute ein oft gehörter und vor allem auch viel kopierter Hit.

Der außergewöhnliche Musikstil Pink Floyds

Pink Floyd waren eine der ersten, die wegweisende Technik für ihre Musik eingesetzt haben und vielen anderen Bands damit den Weg zu neuen Musikrichtungen und neuem Mut geebnet haben. Auf ihren Konzerten wurde eine Technik angewandt, die vorgefertigte Sounds bis hinter die Fans wandern ließ und somit eine ganz andere Wahrnehmung der Musik ergab. Zusätzlich war Pink Floyd auch die ersten Musiker, die Synthesizer verwendet haben und die Musikgeschichte maßgeblich für die Zukunft beeinflusst haben.


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Echoes (Pink Floyd Coverband) am 02.03.2012 im Rosenhof Osnabrück

Will man heutigentags Pink Floyd live erleben, muss auf Konserven zurückgegriffen werden. Es sei denn, man weiß eine Zeitmaschine zu bedienen. So man denn eine besitzt oder in Kenntnis über einen seriösen Verleih ist. Oder einfacher: Man besucht ein Konzert einer der unzähligen Pink Floyd Coverbands, von denen Echoes – ohne jetzt eine Vergleichsmöglichkeit zu haben – sicherlich nicht die schlechteste Wahl ist.

Spart man sich die aktuellste, überteuerte Immersion-Box, reicht die Kohle aus, um neben sich selbst noch vier Freunde einzuladen.

Das fliegende Schwein, Laser und allen Pipapo darf man im Rosenhof nicht erwarten. Immerhin prangt hinter der Band eine runde Leinwand auf der allerlei Einspieler projiziert werden. Der Tourplan von Echoes verrät dennoch, dass sie ebenso eine L- sowie XL-Show in Petto haben. Zur Small- resp. Medium-Show ist die entzückende Kaschemme ordentlich gefüllt. Wie erwartet hauptsächlich mit Best Agern, wie Florian Silbereisen liebevoll zu sagen pflegt. Ein gemütlicher Abend mit ganz vielen Mamas, Papas, Omas und Opas. Bedauerlicherweise hält sich meine Lust Pink Floyd zu hören heute stark in Grenzen.

Die ersten magischen Töne von „Shine On You Crazy Diamond“ bekehren mich allerdings in Windeseile. Was ein Sound. Da können einem die ferngebliebenen Audiophilen, die lieber in der heimischen Butze auf den neuesten Re-release in Xyfrex-audio1000-v-199-kCD-Format (ein kompatibles Abspielgerät ist auch noch nicht im Handel) warten, regelrecht leid tun. Und wie genial war eigentlich David Gilmour, solche emotionalen Gitarrenunbeschreiblichkeiten zu basteln. Die Leinwandprojektionen verstärken die Atmosphäre. Der Gesang setzt ein. Oliver Hartmann, der David Gilmour aus Aschaffenburg, liegt gesanglich nah am Original. Hat aber etwas mehr Hardrock Vibe. Verstärkt wird der Viererpack durch Gastmusiker Michael Unger am Saxophon, der sich, nicht zu Unrecht, reihenweise Sonderapplaus für seine Darbietungen einhandelt.

Als „Welcome To The Machines“ folgt, liegt die Vermutung nahe, dass man „Wish You Were Here“ am Stück kredenzt bekommt. Und ja. Und all das mit der nötigen Präzision und Emotionalität dargeboten. „Have A Cigar“ kommt mit ungeahnter Wucht daher, zeigt das „Echoes“ nicht nur reine Nachahmer sind und enthüllt zudem noch die bei aller Opulenz übersehbaren Floyd'schen Wurzeln: Blues. Und beim Titeltrack überlässt man, tatsächlich erfolgreich, einige Gesangspassagen dem Publikum.

Es folgen Exzerpte aus dem Megaseller „Dark Side Of The Moon“. Wobei vor allem während „Us And Them“ etwas fehlt. Kommt leider etwas lahm daher, ohne den überschwänglichen Pathos. Fehlende Backroundsängerinnen will ich Echoes nicht vorwerfen, wären aber hierbei, zur Unterstützung der gesanglich Überforderten, vonnöten gewesen.

Echoes machen Päuschen. Also ab in die Freak-Zone, den Raucherraum im Keller des Rosenhofs. Und siehe da, es haben sich, neben lautstark Motorrad Filme auf dem Handy schauenden Abweichlern auch einige weniger betagte Metaller eingefunden. Sogar der Vorsitzende des Iron Maiden Fanclubs Deutschland hat, neben der Pflege seines Forums (http://www.maiden666.de/) und des heimischen Jungfrauen-Altars, noch Zeit und Hingabe für Pink Floyd übrig. Gemeinsam verpassen wir, zumindest optisch, nach der Pause das herrliche „High Hopes“, vom nicht ganz so herrlichen letzten Studio-Album „Division Bell“.

Der zweite Teil des dreistündigen Konzerts kommt vor allem mit enorm dargebotenen Klassikern aus „The Wall“ daher. Meine utopische Hoffnung, etwas von „Ummagumma“ zu hören, wird zwar nicht erfüllt, dennoch überraschen Echoes mich mit „Pigs (Three Different Ones)“. Puh. „Animals“ ist ein verdammt unterschätztes Album.

Echoes lassen die Körperbehaarung stetig in Himmelsrichtung stehen. Ein letzter Kritikpunkt muss allerdings zu Sprache kommen. „Comfortably Numb“, enthält bekanntlich eines der größten Gitarrensoli ever, ist wahrlich kein schlechter Abschluss. Aber wenn man als Pink Floyd Coverband den Namen Echoes trägt, verpflichtet man sich nicht automatisch zur Aufführung des gleichnamigen Epos? Das Warten darauf bleibt vergebens. Was soll's. Echoes sind nicht das erste Mal hier und hoffentlich nicht das letzte Mal. Ich wäre erneut dabei und empfehle jedem, der nur annähernd irgendetwas für Pink Floyd übrig hat, es mir gleich zu tun. Haut mir doch ab mit eurer überteuerten Australian Pink Floyd Show.

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Location: Rosenhof Osnabrück
Datum: 2012-03-02
Autor: Ernesto


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