Manch einer soll sich dem Vernehmen nach bei dem Blick aus dem Fenster am Freitag für einen ruhigen Abend zu Hause entschieden haben.

Alles Weiterer siehe Foto..

Dies scheint tatsächlich der Fall gewesen zu sein, denn bei der Relegationsrunde des „Rock in der Region“ – Wettbewerbes im „Ostbunker“ spielten die vier anwesenden Bands vor kaum einer Hand voll zahlenden Publikums.

„Relegationsrunde“ bedeutet: Die jeweils Zweiten der Vorrunden bekommen die Gelegenheit, noch einmal gegeneinander anzutreten, um doch noch den Sprung in das Finale des Wettbewerbes zu schaffen. Und da bei diesem äußerst attraktive Preise winken, ließen sich die vier Bands trotz Zwangsaufenthalte in stecken gebliebenen Fahrstühlen und Stromausfällen im Proberäumen nicht davon abhalten, pünktlich im „Ostbunker“ zu erscheinen.

Als erster traten die Osnabrücker Chinaski auf.

Mit solidem Rock`n`Roll traten sie an, und gaben sichtlich alles, um das Publikum zu begeistern. Dass bei diesem relativ wenig Stimmung aufkam, lag demzufolge weniger an der Band als an den wenigen Gästen. Dennoch waren die vier auf und hinter der Bühne in lobenswerter Partystimmung, auch noch, als sie die Bühne frei machten für Soliocries aus Georgsmarienhütte.

Diese klassifizieren ihre Musik als „Melodic Rock“. Obwohl das melodische Element weniger deutlich wurde, lieferten auch sie eine überzeugende Show, in dem sie eine fast noch härtere Gangart einschlugen als Chinaski.

Doch auch hier waren die Besucher eher teilnahmslos und eine richtige Stimmung wollte nicht aufkommen.

Dies änderte sich auch nur wenig bei den Punk`n`Rollern von Blistered!.

Wieder gab es schöne krachende Musik auf die Ohren, doch mit der Stimmung hatten sich die Bands wohl inzwischen abgefunden.

Dennoch machten Blistered! eine gute Figur und hatten sichtlich Spaß am losrocken.

Doch auch dieser ging zu Ende und schlussendlich betraten Boundless Rails die Bühne, übrigens als einzige Band des Abends, bei der ein weibliches Mitglied dabei war: Schlagzeugerin Anne trat ebenso wie der Rest der Band sehr souverän auf.

Gespielt wurde Punkrock, noch härter als Blistered!, und mit leichtem „Bad Religion“-Einschlag. Trotz der lahmen Stimmung im Publikum wurde ersichtlich, dass diese fünf gefielen.

Nach ca. einer halben Stunde war auch diese Band fertig und was folgte war ein allgemeines Warten. Während die Jury eigene Bewertungen abgab und die Publikumsstimmen auszählte, widmeten sich die Bands und der Rest des Publikums größtenteils den gegenseitigen Erzählungen über die unglaublichen Erlebnisse im Schnee.

Endlich, ca. gegen 0.30 Uhr, wurde dann die Auswertung bekannt gegeben. Erstaunlicherweise belegten die Bands die jeweiligen Plätze in der umgekehrten Reihenfolge, in der sie angetreten waren. Bedeutet also:

1. Platz: Boundless Rails

2. Platz: Blistered

3. Platz: Soliocries

4. Platz: Chinaski

Damit haben sich Boundless Rails für das Finale im „Haus der Jugend“ am 2. Dezember qualifiziert. Wodurch sich auch der Nichterfolg an diesem Wettbewerb für die Bands relativiert. Oder, wie Soliocries auf ihrer Website die Nachricht triumphal an den Besucher bringen: „Wir waren dabei“.

Nichts desto trotz bestätigte dieser Abend den Eindruck, den man auch schon in den weiteren Vorrunden bekam, dass nämlich Osnabrück über eine große Anzahl wirklich guter Bands verfügt…!

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