Pünktlich zum ersten, als warm zu bezeichnendem Wochenende war es mal wieder Zeit für eine Rock The Night. Das von OsnaEvents organisierte Undergroundfestival fand zum neunten und leider auch vorletzten Mal statt.


Auch diesmal wurde wieder „value for money“ geboten, sechs Bands für sieben Euro im Vorverkauf oder neun Euro an der Abendkasse. Außerdem stand es dem geneigten Besucher offen, ob er nicht doch lieber seinen Eintrittspreis erwürfeln wollte.

Den Anfang machten die Stoner Rocker von Gecco’s Boomerang. Zu Beginn war die Menge vor der Bühne noch überschaubar, aber der Raum füllte sich nach und nach, und die einzige Rock-Band im Billing zeigte, was sie drauf hat. Leider gingen zu Beginn des Sets vor allem die Gitarre und das Schlagzeug komplett unter, dafür hörte man fast nur den Bass. Komischerweise bemerkte dies der Mann vom Mischpult aber erst sehr spät, sodass man nur die drei letzten Songs bei gutem Sound vernehmen konnte, schade. Aber dann, als ob er es gewusst hätte, kündigte Sänger Sven an, dass die Band die letzten Exemplare des 2007er Albums Jambalaya (Review hier) ans Publikum verschenken wolle. Gesagt getan, und so hielt kurz darauf ein großer Teil der Zuschauer ein Exemplar der CD in den Händen. Die neue Scheibe ist übrigens gerade in der Mache.

Musikalisch ging es nun mit Cut The Weak in eine komplett andere Richtung. Geboten wurde Melodic Death Metal mit Einflüssen aus dem Deathcore-Bereich. Man merkte der Band an, dass sie seit ihrer Gründung unter dem Namen Wagner und später als Sirius eine Menge Konzerte bestritten hat. Auf der Bühne herrschte eine Menge Bewegung, aber auch die, überwiegend weiblichen, Fans vor der Bühne ließen sich nicht lumpen und ließen die Matten kreisen.

Weiter mit melodischem Todesstahl ging es dann mit Spellbreaker, auch wenn dieser mit einer Prise Thrash Metal angehaucht war. Musikalisch gab es an der Darbietung der Band nichts auszusetzen, erstmals an diesem Abend war das Schlagzeug gut zu vernehmen, und vor allem die schier unglaubliche Leistung von Bassist/Sänger Lance sorgte für offene Münder. Wenn er ebenso gut singen wie Bass spielen könnte, dann wäre die Band vermutlich viel größer. Dennoch ein zufriedenstellender Auftritt, bei dem vor allem das Sepultura-Cover „Desperate Cry“ bestens ankam.

Terrathorn hatten schon November letzten Jahres auf ihrer Europa-Tour mit Septic Christ im Bastard Club ordentlich abgeräumt, und so war ich sehr gespannt, ob sie nochmal einen draufsetzen können – und ich wurde nicht enttäuscht. Die Engländer legten gleich zu Beginn ordentlich los und die Fans vor der Bühne machten mit. Geboten wurden, bei gutem Sound, vor allem Stücke des Debütalbums „Acquire. Dominate. Destroy.“, aber auch ein neuer Song namens „No Pets Allowed“ und das Metallica-Cover „Battery“, welches die Altmeister selbst zu ihren besten Zeiten nicht besser hinbekommen hätten. Dieser Auftritt war eindeutig der Höhepunkt des Abends und auch die Band selber redete später von einer ihren besten Shows überhaupt. Da machte es auch nichts, dass Gitarrist Joe nach den ersten drei Songs der Verstärker abrauchte, aber zum Glück halfen Gecco’s Boomerang aus.

Weiter ging’s nun mit dem Headliner Final Breath. Die Death/Thrash Metaller aus dem Süden konnten das Energielevel von Terrathorn aber nicht mehr toppen. Einerseits wirkte das Publikum müde, anderseits schienen Teile der Band äußerst lustlos. Dennoch gaben sich die aktiven Mitglieder sichtlich Mühe, das Publikum zu animieren, und einige, die noch nicht an einer Nackenstarre litten, ließen die Haare fliegen.

Auch wenn es schonmal mehr Besucher auf einer Rock The Night gab, war diese eine der besten. Jeder der Anwesenden hatte seinen Spaß, Bands genau wie Zuschauer. Schade, dass es schon mit der nächsten vorbei sein soll.

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