Wertung: 5 von 10

Fabian Schwarz scheint ein echter Workaholic zu sein. Er hat mit Runamok in den letzten sechs Jahren vier Alben veröffentlicht und bedient nebenbei noch bei The New Black und Abandoned die Gitarre.


Auch wenn „Electric Shock“ beim geschmackssicheren Old School-Laben Mausoleum Records erscheint, stimmt die Genrebezeichnung des Labels nur bedingt.

Musikalisch hauen einem die Würzburger feinsten Thrash Metal um die Ohren, der klingt als ob Eric Petersen, Jeff Waters und Dave Mustaine gemeinsame Sache machen würden. Keines der Riffs klingt geklaut oder altbacken, und hin und wieder werden auch „modernere“ Einsprengsel a lá Pantera gestreut. Ingesamt also schonmal ein feines Paket.

Aber was ist das für ein Gesang?? Sänger Michael Imhof klingt wie jemand, der in Kapellen wie Killswitch Engage oder Bullet For My Valentine tätig sein könnte… Der Mann macht seine Sache zwar gut, aber durch den ständigen Wechsel aus aggressiven Shouts in den Strophen und Emo-Refrains ist der Hörer verdammt schnell ziemlich genervt, zumal solcher Gesang im Thrash Metal herzlich wenig verloren hat. Zum Glück ist das Emo-Geheule nicht in jedem Song zu hören, der Titeltrack könnte zum Beispiel aus der Feder von Annihilator stammen, dafür klingt „Nothing I Fear“ stark nach Mainstream.

Insgesamt ist diese optimal produzierte Scheibe eine zwiespältige Sache, also vor dem Kauf lieber mal reinhören!

Tracklist:

  • 01. Corrupthead
  • 02. The Last Song On The Left (Mondo Brutale)
  • 03. Electric Shock
  • 04. Nothing I Fear
  • 05. People Like You
  • 06. Icons
  • 07. Silence
  • 08. Object Of Desire
  • 09. Where Angels Die
  • 10. Addicted To Vice
  • 11. Feed Me