Endlich mal wieder eine metallische Vertonung großer kriegsgeschichtlicher Ereignisse. Wo der Titeltrack „Primo Victoria“ noch klassisch episch vertont wird, tritt die Band bei „Reign of Terror“ schon richtig aufs Gaspedal und bringt so eine gewisse Brutalität – passend zum Titel – mit ins Spiel. Ein Vergleich mit deutschen Power Metal Bands wie Edguy oder Brainstorm ist musikalisch sicherlich unabdingbar, doch wo ein Herr Sammet sich in höchste Höhen schraubt, bleibt Herr Brodén so geil im Gurgelbereich, das man meinen könnte, er hätte direkt vor den Aufnahmen im berühmten Abyss-Studio der Familie Tätgren eine Flasche Whiskey getrunken.

Heroisch und kriegerisch geht es auch weiter. Mit Tracknamen wie „Counterstrike“, „Purple Heart“ oder „Stalingrad“ muss jedem geneigten Hörer eigentlich schon klar sein, worum es sich thematisch auf diesem Album dreht. Eine kleine Anmerkung zur Produktion der Platte sei mir aber noch gestattet. Obwohl im Abyss-Studio aufgenommen, wurde dieser Silberling finanziell komplett von der Band selbst getragen, da sie zum Zeitpunkt des Recordings keinen Labelvertrag hatte. Erst nach Fertigstellung gelang ein Deal mit Black Lodge / Sound Pollution. Kein Wunder bei diesem Meisterwerk.

Und so gebe ich zum ersten Mal, seit ich für dieses Magazin schreibe volle 5 Punkte. Die Jungs haben es sich verdient.