Wertung: 9 von 10

Ja, auch in Kanada gibt es kompetente Musiker. Bei der mir vorliegenden CD von Sacrifice handelt es sich sogar um einen richtigen Bandveteranen, entstand der aus Toronto stammende Vierer doch bereits vor 26 Jahren. Mit „The Ones I Condemn“ legen uns die Jungs ihr fünftes vollwertiges Werk vor.


Und eines kann ich schon jetzt vorweg nehmen. Sie haben nichts verlernt in den Jahren der 17 Jahren Grabesstille zwischen dem Release des vierten Werkes „Apocalypse Inside“ und der jetzigen CD. Vom Alter ist hier nichts zu spüren, von Reife hingegen sehr wohl. Vor allem die Reife an der Bedienung der Instrumente und dem Vermögen, dieses in einen Output dieser Güteklasse zu verwandeln, scheint überall durch. Seien es nun die mächtigeren Stücke á la „Tetragrammaton“ oder die pfeilschnellen Kracher wie das Titelstück oder „The Devil’s Martyr“. Gelungen ist gelungen.

Dabei verbindet sich die mitreißende Rhythmusarbeit gekonnt mit immer wieder grandios eingstreuten Soli, teilweise sogar zweistimmig. Immer wird die Thrashkeule fleißig geschwungen, die Riffs kommen trommelfellzerschneidend durch die Boxen gestürmt und der Gesang – wenn auch am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig – zertrümmert den letzten Rest in perfekter Kombination mit der Musik.

So muss Thrash Metal klingen. Wiedermal ein gelungenes Comeback einer Szeneveteranen-Band. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für das, in Europa auf Cyclone Empire erscheinende, Album. Und ich werde nicht der einzige sein, der das sagt.

Tracklist:

  • 01. We Will Prevail
  • 02. The Ones I Condemn
  • 03. Give Me Justice
  • 04. The Great Wall
  • 05. Tetragrammaton
  • 06. Atrocity
  • 07. Hiroshima
  • 08. The Devil’s Martyr
  • 09. Ultimate Power Corrupts
  • 10. Desolation Alive