Liv Kristine, ein klangvoller Name in der Gothic-Gemeinde. Bekannt geworden durch Theatre of Tragedy, Sängerin von Leaves` Eyes und vertreten auf diversen CDs namhafter Künstler wie Atrocity, Das Ich, Immortal Rites und Cradle Of Filth

Liv Kristine – Enter My Religion

Liv Kristine - Enter My Religion

Liv Kristine – Enter My Religion

Da kann man gespannt sein, was der neue Langspieler „Enter My Religion“ zu bieten hat.

Gleich der erste Song „Over The Moon“ macht aber schon klar, das es sich hierbei weder um ein Metalalbum handelt, noch um eine Gothic CD. Was mir aus den Speakern entgegen kommt ist Poprock. Der Song ist zwar nicht schlecht, aber auch nicht gerade brilliant. Schade, dass sich rausstellt, dass er neben „My Revelation“ schon den Höhepunkt der Platte darstellt. So richtig schlecht sind die Songs dabei alle nicht, allerdings fehlt doch oft ein bischen Biss, ein bischen Gitarre und ein bischen Kreativität. Die stimmliche Leistung der Norwegerin vermag das an manchen Stellen auch nicht mehr auszubügeln.

Den Tiefpunkt erreicht die CD dann bei Lied 10. Ja, es handelt sich um ein Cover. „Streets Of Philadelphia“ zählte nie zu meinen Lieblingssongs, aber die Coverversion ist auch so völlig überflüssig und sehr langweilig. Das kann dann auch das orientalisch angehauchte und stark an Blackmore`s Night erinnernde „For A Moment“ nicht mehr retten. Ansonsten ist das Album, welches von Ehemann Alex Krull (Atrocity) produziert, gemischt, aufgenommen und gemastert wurde, eher den Hörern sanfter Klänge ans Herz zu legen. Gut für gemeinsame Abende zu zweit, aber nicht Partytauglich. Das liegt vielleicht auch daran, das Liv textlich doch durch ihre Hochzeit mit Alex und durch die Geburt ihres Sohnes Leon geprägt ist. „…Life is a wonder…” singt sie z.B. bei “Blue Emptiness”.

Wer gerne mal seine Lauscher mit dem Werk beglücken möchte, dem empfehle ich “Over The Moon”, “My Revelation” und “Trapped In Your Labyrinth”. Oder man schnuppert in die ebenfalls nette Single „Fake A Smile“ rein. Hier verstecken sich für mich die Höhepunkte des Albums. Der Hörer sei aber gewarnt, er wird auf diesem Album keine E-Gitarren finden, sondern wirklich Poprock.

Wer Blackmore`s Night und das „Host“ Album von Paradise Lost mag, der kann hier aber auch nicht allzu viel falsch machen.

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Label: Roadrunner Records
Genre: Art Rock
Releasedate: 2006-03-03
Web: http://www.livkristine.de
Punkte: 5

Autor: Zwiebel

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Leaves Eyes – Vinland Saga

Leaves Eyes - Vinland Saga

Leaves Eyes – Vinland Saga

Ein Jahr ist es nun her, dass die Band um Ex-„Theatre Of Tragedy“ Frontfrau Liv Kristine Espenæs Krull ihr Debüt „Lovelorn“ in die weite Welt schickte.

Anno 2005 ist es nun scheinbar Zeit für den zweiten Streich und somit liegt nun vor mir der aktuelle Silberling der Norwegerin.

Als lyrische Thematik bediente sich die Band der „Vinland-Sage“ (Kurzform: Leiv Eriksson wollte eigentlich nach Grönland segeln, entdeckte dann aber, lange vor Christoph Kolumbus, Amerika). Somit quasi eine vertonte Weltgeschichte.

Aufgenommen wurde das Album in den „Mastersound Studios“ von ihrem Ehemann Alex Krull (Atrocity), der samt seinen „Atrocity“-Mitstreitern wie auch schon beim Debüt „Lovelorn“ als Musiker von Liv fungiert. Das Resultat ist eine mal ruhigere (z.B.: Solemn Sea) und mal härtere (z.B.: Farewell proud men) Gothic Metal Scheibe, die sich auf den ersten Hördurchlauf vom Gesamtstil her nicht sonderlich zum Erstling unterscheidet. Jedoch stehen auf „Vinland Saga“ Folk- Elemente stark im Vordergrund, die dem Ganzen einen epischen Anstrich geben. Was aber beide CDs teilen, sind gut ausgearbeitete Kompositionen, eine graziles Wechselspiel aus harten und soften Momenten, die engelsgleichen Stimme von Liv und eine äußerst bombastische Produktion.

Was mir extrem positiv auffällt ist, dass Liv Kristine noch variabler singt und somit zeigt, was für einen atemberaubenden Stimmenumfang sie doch besitzt. Die Grunzvocals von Alex Krull lassen das Ganze meiner Meinung nach wieder einmal nach den älteren „T.O.T.“ klingen, jedoch sind Leaves Eyes wesentlich bombastischer! Außerdem ließ man sämtliche akustischen Instrumente auch wirklich akustisch einspielen, um der Saga gerecht zu werden. Der einzige Song, der aus diesem Schema heraus sticht, ist die Singleauskopplung „Elegy“, die im Vergleich zu den anderen eher poppig wirkt und so, wie sollte es auch anders sein, verdammt gut ins Ohr geht – und von dort auch nur schwer wieder zu verbannen ist!

Im Großen und Ganzen ist „Vinland Saga“ eine ordentliche Gothic Metal Scheibe, die zwar nicht mit Soundexperimenten, dafür aber mit solider Songstruktur und viel Atmosphäre zu überzeugen weiss. Volle Punktzahl!

Anspieltipp:

– Elegy

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Label: Napalm Records
Genre: Gothic Metal
Releasedate: 2005-05-30
Web: http://www.leaveseyes.de
Punkte: 10
Autor: Marco

Theatre Of Tragedy mit Sängerin Liv Kristine

Sängerin Liv Kristine - Theatre Of Tragedy und Leaves Eyes

Sängerin Liv Kristine – Theatre Of Tragedy und Leaves Eyes

1995 veröffentlichte die Band ihr erstes, selbstbetiteltes Album. Sie gilt als Schöpferin der gesanglichen Verknüpfung von tiefen männlichen Grunts und unverkennbarem weiblichem Gesang.

Das Album Velvet Darkness They Fear, welches 1996 veröffentlicht wurde, beinhaltete den Hit Der Tanz der Schatten und wurde zu einem der erfolgreichsten Gothic-Metal-Alben damals.

Das 1998 veröffentlichte Album Aégis wies erstmals elektronische Elemente auf, die auf dem Nachfolger Musique noch weiter verstärkt auftraten. Trotzdem blieb Aégis weiter im Genre des Gothic Metal, während Musique einen starken Bruch im Stil der Band in Richtung Synth Rock und Electronica darstellte.

Der durch Musique eingeleitete Stilwechsel setzte sich mit Assembly im Jahre 2002 fort. Dieses Album war mit den stilistischen Anfängen der Band kaum noch zu vergleichen. Dadurch ging die Band den Weg der musikalischen Entwicklung unverblümt weiter, auch wenn diese Entwicklung von den früheren Fans kritisch aufgefasst wurde.

2003 trennte sich die Band von ihrer Sängerin Liv Kristine.

2006 veröffentlichte Theatre of Tragedy mit Nell Sigland, ihrer neuen Sängerin, das sechste Studioalbum Storm, das ein wenig die elektronischen Elemente wieder verminderte und musikalisch als fehlendes Bindeglied zwischen den Vorgängeralben zu sehen ist.

Im September 2009 erschien das siebte und letzte Studioalbum Forever Is the World. 2010 gab Theatre of Tragedy „große Veränderungen“ für das neue Jahr bekannt.

Am 1. März 2010 gab Theatre of Tragedy offiziell bekannt, dass sich die Band Oktober 2010 auflösen werde. Der Grund dafür waren Probleme, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Die letzte Tour wurde aber noch wie geplant durchgeführt. Nach einigen auf die Tournee folgenden Konzerten im Sommer 2010 löste sich die Band nach ihrem letzten Konzert am 2. Oktober 2010 in Stavanger auf.


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