Zu den beiden türkischen Sängern Kemal Yurtkuran und Timur „Safkan“ Özdemir gesellen sich Matthias Lohmöller, Osnabrücker Musikern als Betreiber des DocmaKlang – Studios und als Gitarrist von Morgentot ein Begriff, sowie der Schlagzeuger Peter Breitenbach..

Obwohl diese Formation auf der Bühne weitere Unterstützung erfährt, steht damit das Grundgerüst für Musik, an welche die Musiker zwei Ansprüche haben: Rockmusik soll es sein, türkisch soll es sein.

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Ich habe keine Ahnung von türkischer Rockmusik. Doch die Werbetrommel, die von der Band vor ihrer Premiere in der Lagerhalle gerührt wurde, verhieß so Einiges.

So war ich auch nur wenig überrascht, dass vor Setbeginn die Lagerhalle für Osnabrücker Verhältnisse gut gefüllt war. Interessant war die Zusammenstellung des Publikums: Viele Musikfreunde, die einfach nur neugierig waren, und viele junge türkischstämmige Mitbürger, was nach meinem Dafürhalten für Rockkonzerte eher untypisch ist.

Folglich war die Laune schon prächtig, als Safkan auf die Bühne stürmten und ihr erstes Stück „Safkan“ begannen.

Sänger Timur wirkte bereits jetzt sehr viel anders als andere Rocksänger auf der Bühne. Herrisch und gleichzeitig beherrscht trat er auf, was durch seine ohnehin recht imposante Erscheinung wohl noch gefördert wurde. Während andere (gute) Rocksänger im Regelfall voll aus sich herausgehen, blieb er über den gesamten Auftritt sehr konzentriert.

Das änderte nichts an der Wirkung seines Auftrittes: Er selber verstärkte seine Sympathie durch sein mehrfaches Bekenntnis, wie nervös er eigentlich sei – nun ja. So eine Premiere als Rocksänger ist schon was Spannendes.

Dies wirkte sich jedoch nicht auf die Musik aus. Feinster, straighter Rock, fein arrangierte Melodiebögen und die gute Instrumentenbeherrschung ließen schon bald Einige der Anwesenden mitgehen.

Zwischendurch betonten die Musiker, dass die Intention dieser Band in der Musik liege. Um so deutlicher machten sie, wie stolz sie darauf sind, offensiv für ein deutsch-türkisches Miteinander werben zu können – ein Sachverhalt, den das Publikum mit anerkennendem Applaus quittierte.

Einziges Manko waren die Texte, die nun einmal … tja … türkisch waren. Und auch die passende Übersetzung war nicht vorhanden. Aber, andersherum: Wie hoch ist denn der Prozentsatz derer, die bei englischsprachigen Bands mehr als den Refrain verstehen? Höchstens aus Interesse, wie es denn mal klingt, hätte ich gerne zwischendurch auch ein deutsches Stück gehört. Statt dessen war zwischendurch Matthias Lohmöller mit türkischen Vocals zu hören. Kommentar seiner Mitmusiker dazu: „Er hat erst angefangen, zu lernen!“

Höhepunkt war das elfte Stück „Leyla“ ziemlich am Ende des Sets, welches von Sänger Timur mit dem Worten „Die Prinzessin unserer Stücke“ eingeleitet wurde.

Die Begeisterung im Publikum war derart, dass sie nach ihrer geplanten Zugabe noch ein weiters Mal ungeplant auf der Bühne erscheinen mussten, um sich feiern zu lassen. Übrigens völlig zu Recht, wie ich an dieser Stelle bemerken möchte – eine Band, die mit einer derart überragenden Premiere aufwartet, hat mit Sicherheit noch so Einiges vor sich. Ich bin beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder dabei!

Setlist Safkan

01 Safkan

02 Hersey senin elinde

03 Hadi yoluna güzelin

04 Hadi git

05 Uyan

06 Ölümsüz

07 Sari cizmeli mehmet aga

08 Sen Kybettin

09 Melegim

10 Dargin

11 Leyla

12 Özgürlürk adina

13 Herseyi yak

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