Los geht´s mit „State of Grace“, welches sehr ruhig die Scheibe einleitet, begleitet von einem Mönchschor. Doch schon nach 50 Sekunden ist Schluss mit der Ruhe und treibende Drums und sägende Gitarren geben den Ton an. Ein härteres Stück der Marke „Witchfinder General“. „Need for Speed“ behält das Tempo fast, geht aber vom Riffing her mehr in Richtung 80er Jahre. Wieder etwas härter wird’s bei „Let me feel your power“, der übliche Animationskracher fürs Publikum. Dieses Stück kommt live bestimmt gut an und hat einen ziemlich groovenden Mittelteil mit überlagertem Solo. Mit „Red star falling“ kommen wir zum ersten langsameren Titel dieser Scheibe. Beginnend als Ballade wird in der Bridge mächtig Power erzeugt.Der nächste Track auf diesem Silberling beweist dass die Musiker bei Saxon auch nicht jünger werden, sie aber ein probates Mittel für ihr eigenes Überleben gefunden haben. „I´ve got to rock (to stay alive)“ sagt da eigentlich schon alles und erinnert musikalisch passend zum Titel an die ganz großen Jahre der Bandgeschichte. Im Midtempobereich liegend kommt „If I was you“ mit einem schönen Mitsingrefrain daher. Die Akkordfolge im Riff erinnert hier wieder mehr an Alben wie „Solid Ball of Rock“ oder „Killing Ground“. Passend zum kommenden Titel „Going nowhere fast“ spielt hier der Rock´n´Roll eine größere Rolle als der Metal. Zwar ist dieser Track wahrlich nicht langsam, aber eben keine Speedgranate á la „Need for speed“. Zusätzlich beinhaltet dieses Stück noch ein starkes Gitarrensolo.Gehen wir nun zu den drei letzten Tracks auf „The Inner Sanctum“ über: „Ashes to ashes“ ist ein kleines bisschen langsamer als der vorherige Titel, rockt aber auch ganz gut. „Empire rising“ ist ein kleines Instrumental, welches als Intro zum nun folgenden letzten und gleichzeitig längsten Track des Albums dient. Bei „Atila the Hun“ wird noch mal alles dargeboten, was Saxon heutzutage ausmacht. Eine rockige Einleitung geht in eine Midtempostrophe über, welche schließlich von einer Doublebass-Wand im Refrain abgelöst wird. Schöner Abschluss einer (weiteren!) guten Scheibe.Abschließend kann man sagen, dass die Band zwar älter wird, dieses sich aber in der Qualität der Songs kein Stück wieder spiegelt. Gerade die Mischung auf dieser CD zwischen neuem und altem macht sie für mich ein Stück besser als ihr Vorgänger „Lionheart“. Absolute Kaufempfehlung von mir. Und nicht vergessen: Saxon geht von März bis Mai auf eine ausgiebige Europatournee, bei der Deutschland gut mit einbezogen wird.