Wertung: 8 von 10

Schweden, Schweden, Scarpoint! Wieder versucht eine recht junge schwedische Band den Metalolymp zu erklimmen. Und man muss sagen, sie sind auf einem guten Weg.


Die Stockholmer Band um Sänger Hendrik Englund versucht sich mit einem aggressiven Gemisch aus Hardcore und Death Metal das Böse aus dem Leib zu schreien. Schon von Beginn an machen die Fünf keine Gefangenen. Der Opener “Disorder“ (sieht man jetzt mal von dem Intro ab) ballert einem gleich die Gehirnmasse aus den Ohren und man versucht erst gar nicht sich an irgendwelche Klischees zu haften. Keinerlei Cleangesang, so wie man es von vielen Bands in der heutigen Zeit erwarten würde. “Terminal treachery“ beginnt mit einer kleinen aber feinen Melodie, um dann gleich den nächsten Krieg wieder vom Stapel zu reißen. Und spätestens das teilweise an Machine Head erinnernde “Oblivion“ sollte eigentlich keinen Knochen im Körper ruhen lassen.In den zehn Songs tauchen auch immer wieder schon fast aufdringliche Riffs auf, die zum hüpfen auffordern. Den einen oder anderen mag das vielleicht ein wenig stören, aber das tut den Songs keinen Abbruch. Die Scheibe glänzt mit Härte und der Sound passt. Zumal der Producer kein geringerder ist, als Daniel Bergstrand (In Flames, Meshuggah). Spätestens jetzt sollte man wissen, was einen erwartet. Trotz allem gibt es bei all dem Lob auch Dinge, die besser sein könnten. Die Songs sind teilweise sehr unübersichtlich und kommen manchmal nicht richtig auf den Punkt. Hier und da mal ein richtiges Solo würde manchem Song gut stehen.Fazit:Für ein Debütalbum ein sehr gelungener Einstand, der auf mehr hoffen lässt. Ich würde sie auf jeden Fall jedem empfehlen, der mal wieder so richtig Bock hat sich den Verstand wegzuballern.

Anspieltipp: Oblivion, Disorder