Am 19. März versammelten sich Fans der gitarrenlastigen Musik in der Lagerhalle, um im Rahmen des alljährlichen „Schools on rock“ – Wettbewerbes dem Nachwuchs ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Sieben Bands mit einer Setlist von je drei Songs versuchten, die Jury zu überzeugen. Nur die beiden, die den besten Eindruck hinterließen, durften sich über die Qualifizierung zum Schools on rock – Finale auf der Maiwoche freuen.


Pünktlich um 16:00 Uhr starteten die fünf! mit drei Cover Songs aus dem Rockbereich. Die fünf Brüder aus Hasbergen hatten sichtlich Spaß an ihrem Auftritt und konnten, nachdem die ersten beiden Songs nicht so gut ankamen, mit ihrem dritten Stück, das kein geringeres war als Deep Purple´s Klassiker „Smoke On The Water“, einen Teil des Publikums begeistern. Solider Auftritt trotz der Nervosität, die man den Musikern deutlich ansah.

Als nächstes folgten Nevermind. Eine Alternative-Rock – Band, die zwei eigene Stücke präsentierte und mit dem Stück „Smells Like Teens Spirit“ der Grunge-Prominenz Nirvana ihre Setlist abschlossen. Die Band hatte eine relativ gute Bühnenpräsenz, auch wenn mich ihre Musik nicht wirklich begeisterte.

Nach diesem sehr energetischen Auftritt erschienen die vier Musiker von Plan B auf der Bühne. Leider wirkten sie streckenweise sehr schüchtern, und auch die drei eigenen Stücke, die sie zum Besten gaben, wirkten sehr emotionslos vorgetragen. Das Image des Rockstars mit einem Leben voller Alkohol und durchzechter Nächte, das sie inhaltlich vertraten, wirkte auf Grund ihrer zurückhaltenden Show ziemlich unglaubwürdig.

Mit My Halloween kam die erste und einzige Band an diesem Tage auf die Bühne, die einen Keyboarder unter sich hatte. Die Schüler spielten eine Art Alternative Rock, mit dem sie das Publikum nicht so wirklich begeistern konnten. Immerhin trugen sie eigenes Songmaterial vor und vermittelten den Eindruck, dass diese Band noch Einiges aus sich machen kann – das Potential scheint vorhanden.

Nach dieser Band füllte sich der Raum vor der Bühne mit langhaarigen, Kutte tragenden und lauten Fans die auf ihren Favoriten warteten.

Und dieser hieß Butcher: eine Thrash Metal Kombo mit drei Musikern aus dem Osnabrücker Südkreis, die ihr Set mit dem Cover des Songs „Independent“ von Sacred Reich eröffneten. Damit riefen sie den ersten Circle Pit des Abends (oder besser: Nachmittages) hervor, eine Horde von etwa zwanzig Leuten vor der Bühne feierte ausgelassen. Eine geballte Ladung gradliniger Musik und eine imposante Bühnenpräsenz wurden geboten.

Weiter ging es mit dem Trio static.noise. Zwar war es hier ein anderer Haufen, der die Band feierte, aber die Rockkapelle verstand es durchaus, die Fans vor der Bühne zu animieren und überzeugte mit Spielfreude und technischer Versiertheit (vor allem des Bassisten Sven). So wurde das selbst produzierte Songmaterial dankbar aufgenommen.

Laut wurde es bei den anschließenden Lärm, die weniger mit eigenem Songmaterial als mit humorvollen Ansagen und geschickter Auswahl der von ihnen gecoverten Songs. Sie starteten mit dem Stück „Florida Lady“, des Electrolore-Meisters Alexander Marcus und des Prollrappes Frauenarzt. Es folgte eine Darbietung der Osnabrücker Alkoholkapelle Frog Bog Dosenband (die ihre diesjährige Abschiedstournee auf dem Hüte Rockt – Festival 2009 beschließen wird). Neben einem Circle Pit gelang es dem Sänger auch, die vor der Bühne feiernden Musikfreunde zu einer Wall of Death zu animieren.

Nach einer halbstündigen Beratungspause fällte die Jury ihre Entscheidung, wer diese Vorrunde des diesjährigen „Schools on rock“ – Wettbewerbes gewonnen hatte. Ins Finale auf dem Hasestraßenfest am 16. Mai schickte sie die Gruppen Nervermind und static.noise, was, wie bei derartigen Gelegenheiten üblich, zu hitzigen Diskussionen innerhalb des Publikums führte. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich geblieben, und auch hier gilt: Dabei sein ist alles!

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