Die musikalische Heimat von Seamount ist eher im Doom angesiedelt. Jedoch nicht im klassischen Sinne, sondern mit starken Southern Rock-Einflüssen. Neben Hour of 13 singt hier der Amerikaner Phil Swanson. Er ist im wesentlichen auch für die Lyrics verantwortlich, die sich als Konzeptalbum mit dem Thema Liebe befassen.

Das vor zwei Jahren erschienene Album „Sacrifice“ klang durchgehend stark und wie aus einem Guss. Positiv aufgefallen ist mir bei dem aktuellen Album „Earthmother“, das dem Sound noch einige Gothic-Elemente hinzugefügt wurden. Einige Nummern wie zum Beispiel „The Fool“ klingen nach einer Mischung von Molly Hatchet und Sisters of Mercy.

Die Ballade „Echoes“ klingt mir eine Spur zu gebrechlich und wehmütig. Hier passt für mich die gesangliche Umsetzung von Phil einfach nicht, der auf anderen Veröffentlichungen von Hour of 13 und Seamount gezeigt hat, dass er das auch besser hinkriegt.

Bis auf „Aphrodites Child„, der für mich der schlechteste Grungesong ist, den ich bis jetzt gehört habe, und „Music“, der stilistisch so gar nicht in das Album passt, weil der sehr simpel ist und einen dieser bierseligen Mitgröl-Refrains hat. Sonst gibt es meiner Meinung nur Hits zu hören. An alle, die „Sacrifice“ schon mochten können hier bedenkenlos zugreifen.

Tracklist:

  • 01. Surrender
  • 02. The Fool
  • 03. Echoes
  • 04. Just for Fantasy
  • 05. Earthmother
  • 06. Aphrodites Child
  • 07. Isolation
  • 08. Do It Again
  • 09. Everythings Divine
  • 10. Music