In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine kalifornische Hard Rock-Band, die mit „After The Storm“ ihr Debut-Album präsentiert. Um es kurz zu machen: Seasons Lost machen gut verdaubare Musik, die sich mit Nickelback vergleichen lässt, sich aber ab und zu in etwas härtere Gebiete verirrt. Eine Reihe von ruhigen Melodien und Balladen, werden abgelöst von rockigen, schnelleren Songs, wobei alles jedoch immer noch im Popmusik-tauglichen Gefilden bewegt. So richtig in die Pötte kommen die Kalifornier nie richtig. Es sei denn Sänger Shale Mason versucht sich an Metalcoreartigem-Shoutgesang. Das geht so gründlich in die Hose, dass es fast schon lächerlich wird. Bestes Beispiel: Opener „To Hell And Back“, obwohl der Rest des Songs ein richtige Ohrwurm geworden ist.

Anspieltipps sind: „Skeletal Remedy“, eine Mischung aus Metalriffs, Breakdowns und gefühlvollem Refrain-Gesang; und der ruhigen Halbballade „Dry Ground“.

Fazit: Insgesamt ein solides Album, nicht unbedingt dem geneigten Metal-Fan zu empfehlen, aber allen, die einmal etwas entspannter zur Sache gehen wollen. Die Songs reißen nicht unbedingt vom Hocker, bewegen sich aber im gesunden Mittelmaß.

Tracklist

  • 01. To Hell And Back
  • 02. Confession
  • 03. The Big Empty
  • 04. Borrowed Time
  • 05. Dry Ground
  • 06. Skeletal Remedy
  • 07. Forever
  • 08. Taken Away
  • 09. Predanatural
  • 10. Grave Shifter