Klar, irgendwie bleibt einem der Eindruck aus dem Intro auch bei den weiteren Songs in Erinnerung, aber progressiv klingen nun nicht mehr die vereinzelten Geräusche aus diesem, sondern viel mehr die unterschiedlichen Härteabstufungen, wie in „Carousels“. Teilweise kommt der Track nämlich selbst Black Metal ziemlich nah, ehe er wieder auf sowas wie Emo-Core umschwingt.

Vielen wird einem das jetzt als unmögliche Mischung vorkommen, aber auf der anderen Seite steht auch fest, das ein riesen Spektrum an stilistischer Vielfalt abgedeckt wurde. Wem Emo-Core zu pussyhaft ist, der findet möglicher Weise die Hard- und Metalcore Anteile ansprechend oder die noch härteren Sachen.

Insgesamt würde ich Seneca am Ehesten für die künstlerische Vielfalt würdigen, weniger für die Musik selbst. Zum normalen Hören ist das nicht zu empfehlen, aber trotzdem nicht schlecht umgesetzt. Muss ja nicht alles immer auf den Stereotypen irgendeiner Richtung abgestimmt sein oder auf überhaupt jemanden. Darum gibt es hier auch vier Gitarren für eine gute, faszinierende Idee.