Auf ihrer Adrenalin-Tour machten die Punkrocker von Serum114 im Osnabrücker Rosenhof Station. Unterstützung gab es von den ortsansässigen Bitter Orange und LAUT.


Aufgrund der Liveübertragung einer ernüchternden Niederlage des VfL gegen Augsburg startete das musikalische Programm im Rosenhof mit ca. 45 Minuten Verspätung. Bis dahin hatten sich schon einige Punkrock-Freunde eingefunden, um die drei Bands des Abends zu feiern.

Es hätte auch ein Aerobic-Kurs werden können, traten doch die fünf Osnabrücker von Bitter Orange‚ allesamt in Trainingsanzügen auf die Bühne. Zumindest die Live-Performance von Sänger Stefan kam dem auch recht nahe: mal springend, mal liegend, mal auf und mal vor der Bühne gab er seine Sangeskunst zum Besten. Dabei schienen die Kickass-Rocker deutlich mehr Wert auf den Spaß an der Sache als auf Perfektion oder gut gestimmte Instrumente zu legen. Vom Publikum gab es für den engagierten Auftritt zwar reichlich Applaus, doch die Tanzfläche blieb weitestgehend leer.

Das änderte sich schlagartig, als es LAUT wurde. Das Sportprogramm wurde umgehend auf den Bereich vor der Bühne verlegt, wo sich schon während des ersten Songs ein Moshpit bildete. Bei dem Song „Warten im Nichts“ bat Sänger Roy van Dijk das Publikum um gesangliche Unterstützung und überließ das Mikrofon während des Refrains zwei textsicheren Fans. Anschließend folgte mit „Uferlos“ das wohl ruhigste Stück des Abends, angekündigt mit den Worten „Wenn ihr kuscheln wollt, dann jetzt!“. Auch für LAUT ist der Abend ein Heimspiel. Das Publikum verlangt nach mehr und wird zum Abschluss mit dem Titeltrack des im letzten Jahr produzierten Demos belohnt: „Feuer“. Dass sie das haben, bewies die Band allemal.

Um 22:40 Uhr kündigten sich Serum114 mit dem gleichnamigen Song selbst an. Die Stimmung im Rosenhof war nach wie vor ausgezeichnet, auf der Tanzfläche wurde gepogt, was das Zeug hält. Mit „Zu hause“ machten die vier Jungs auch ihre Treue zu ihrer Heimatstadt Frankfurt deutlich und konnten sich als Eintracht-Fans gelegentliche Seitenhiebe in Richtung VfL („oder VfB?!“) nicht verkneifen. Das Publikum nahm es gelassen hin. Getrieben von „Adrenalin“ übergab Frontmann Esche das Mikro an Basser Markus, um sich selbst samt Gitarre ins Publikum zu stürzen und sogar auf die Theke zu springen. Das nenne ich mal Einsatz! Die gute Laune im Rosenhof hielt sich, bis zum letzten Song wurde getanzt, gehüpft und mitgesungen. Bis sich Serum114 mit dem abschließenden „viel zu lange hier“ nach einer guten Stunde Spielzeit verabschiedeten.

Setlist Bitter Orange

  • 01 10
  • 02 Dead Girls
  • 03 Je Suis Neuf Beuf
  • 04 Hallo Kitty
  • 05 Keine Zugabe
  • 06 Geschwister Druck
  • 07 Bottrop-Boy/Gladbeck-Girl
  • 08 Body Talk
  • 09 Love It
  • 10 Snakebites
  • 11 Bordsteinschwalbe

Setlist LAUT

  • 01 Jeder gegen jeden
  • 02 Vater
  • 03 Duisburg
  • 04 Sturm
  • 05 Datenkraken
  • 06 Warten im Nichts
  • 07 Uferlos
  • 08 Lass mich mehr v. D. L. h.
  • 09 Salz
  • 10 Feuer

Setlist Serum114

  • 01 Serum114
  • 02 Seid Ihr Bereit
  • 03 Zuhause
  • 04 Alphatier
  • 05 Adrenalin
  • 06 Schönen Gruß
  • 07 Stadt Ohne Licht
  • 08 Sorgenkind
  • 09 Punk Rock Blues
  • 10 Spiel Mit Mir
  • 11 Las Vegas
  • 12 Ich Mag Dich Nicht
  • 13 Gewalt
  • 14 Feinde
  • 15 Durch Diese Augen
  • 16 Du Bist Zu Fett
  • 17 Viel Zu Lange Hier

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen