“Room V“ ist der Name des direkten Nachfolgers des Albums “Legacy“ (2001) und schließt inhaltlich an das 98er-Konzeptalbum „Tyranny“ an, auf dem Shadow Gallery die Geschichte zweier Menschen auf der Suche nach einer neuen Identität beschrieben. „Die „Room V“-Story beginnt acht Stunden nach dem Ende von „Tyranny“ und dreht sich um die beiden bereits bekannten Charaktere und deren Leben“, erklärt Gary Wehrkamp (Gitarrist , Keyboarder und einer der Hauptkomponisten der Band) Auf „Act I“ und „Act II“ bei „Tyranny“ folgen mit „Room V“ nun die in zusammen 14 Einzelkapitel unterteilten Acts „III“ und „IV“, in deren Verlauf Shadow Gallery von treibend und hart-metallisch bis hin zu sanft-atmosphärisch und melodisch, die gesamte Bandbreite des Progmetal-Genres ausloten; was leider an einigen Stellen etwas hektisch und überladen wirkt.

Im Mittelpunkt des Klang-Erlebnisses stehen neben Mike Bakers überzeugendem Gesang zahlreiche ausladende Instrumentalpassagen mit druckvollen Gitarrensoli und präzisen Keyboard-Kaskaden. Zudem kommt es erneut zum Duett mit der Sängerin Laura Jaeger, die auch auf „Tyranny“ zu hören ist und gemeinsam mit Shadow Gallery eine „Time“-Interpretation für den „Pink Floyd“-Tributesampler „The Moon Revisited“ beigesteuert hat. Daher möchte ich den Titel “Comfort Me“ noch einmal besonders hervorheben, da Laura Jaeger mit ihrer Stimme die Klangfarbe des Stückes noch weiter aufwertet.

Insgesamt ist die CD für Liebhaber des progressiven Genres mit Sicherheit eine Empfehlung um die CD Sammlung noch etwas zu erweitern. Und mit 14 Tracks ist das Album was Spieldauer angeht auch nicht zu kurz gekommen, wie es bei so manchen anderen Bands leider ab und zu der Fall ist.