Die niederländische Rockband hat hart gearbeitet und nach einer EP und dem 2011 erschienenen Album “AWe” dieses neue, qualitativ hochwertige, wenn auch noch deutlich verbesserungsfähige Produkt auf den Markt gebracht. Das Album erscheint im Doppelpack mit dem alten Album “AWE”. Aufgemacht ist es in einem sehr kultigen und coolen psychedelischen Artwork, das sich als Spiegelbild des Inhalts lesen lässt. Alle elf Tracks der sonst doch recht heterogenen LP haben mindestens eine Gemeinsamkeit: bei allen klingen deutlich Erinnerungen an in den Siebzigern bekannt gewordenen Gruppen wie Black Sabbath, Deep Purple und Led Zeppelin durch, was allerdings weniger originell ist als vielmehr dem Zeitgeist des Retro Rock entspricht.

Nun aber mal weg von der Analyse, hin zum Hörerlebnis: “Hoera” liefert 35 Minuten Hörvergnügen, was also doch einer sehr kompakten Darbietung gleicht. Haften bleibt ein konfuser, verstörender und doch schaurig schöner Eindruck, der schwer in Worte zu fassen ist. Psychedelische Riffs wechseln sich mit hypnotischen Hooks ab. Ein Beispiel für total abgefahrene Songarchitektur ist der orginelle Track “Gong Gong”; gleichsam empfehlenswert ist der stark psychedelisch angehauchte Titeltrack “Hoera”. Alle Songs machen nach mehrmaligem Anhören irgendwo Sinn, auch wenn es ihnen teilweise an Zielstrebigkeit und Entschlossenheit fehlt, die wiederum nötig wären, um einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen. “French Girls” beginnt vielversprechend, enttäuscht dann aber doch – als käme der Vogel nicht zum Abheben. Potenzial ist aber auf jeden Fall da, was auf das komplette Album zutrifft. Der Band mangelt es ganz sicher nicht an Ideenreichtum oder Experimentierfreude, eher an Erfahrung, was man den drei Jungs ja kaum zum Vorwurf machen kann. Allerdings scheinen sie auch gar nicht den Anspruch haben zu wollen, bei ihren Hörern auf Gefallen zu stoßen: “Wir legen gar nicht so großen Wert darauf, dass unsere Musik beim Zuhörer auf Zustimmung trifft. Wichtiger ist es uns, die Leute zu verwirren und für Überraschung zu sorgen, genau wie es unsere Lieblingskünstler tun,” ließ Kemkens, Sänger und Gitarrist der Band, kürzlich verlauten.

Langeweile kommt beim Anhören der Platte jedenfalls nicht auf, dissonante wechseln sich mit konsonanten Tönen ab, und neue, ungewohnte Beats paaren sich mit im Hintergrund anklingenden familiäreren Tunes, was eine eigentümliche Mischung aus Fremd- und Vertrautheit erzeugt, wie man sie von einer neuen und zugleich vertraut anmutenden Liebe kennt. Unterm Strich liegt mit “Hoera” ein durchaus empfehlenswertes Album für Kenner und Fans des aktuellen Retro Rocks genau wie für interessierte Einsteiger vor. Hochgradig kreative Ansätzen gehen (wenn auch auf nicht immer ganz harmonische Weise) mit innovativen musikalischen Experimenten einher, auch wenn vieles wie gesagt bei genauerem Zuhören nicht ganz so originell ist, wie es bei den ersten Tönen noch klingen mag. Wenngleich die Ansätze gut sind, kommt die Ausarbeitung teilweise noch etwas stümperhaft und wenig konsequent daher.

Für Einstieger dieser Musikrichtung mag es anfangs schwer sein, die verschiedenen Feinheiten zu erkennen und zu schätzen. Nichtsdestotrotz erzeugt das vorliegende Album bereits große Vorfreude auf das, was von der Band in naher Zukunft noch so kommen mag. Wie gesagt: an Ideen und Mut zu unkonventionellen Sounds mangelt es den Jungs nicht, eher an der richtigen Technik. Aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

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Tracklist

  • 01. Wonder
  • 02. Hoera
  • 03. French Girls
  • 04. Season’s Over
  • 05. Jesus
  • 06. Gong Gong
  • 07. Without
  • 08. Promise
  • 09. With
  • 10. The Ghouls Have Come

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