Wertung: 8 von 10

Mit den Färöer-Inseln assoziiert man vieles, jedoch keinen „Modern Thrash Metal“. Idylle, Ruhe und Sonnenschein. Doch in mitten dieser blumigen Atmosphäre wuchs das Extreme heran – SIC! Die fünf Männer präsentieren wütende Growls, aggressive Gitarren und viel melodischen Spielraum.


„Pandemonium“ ist ihre aktuelle Platte und bringt Chaos in unsere Wohnungen. Das interessante und provokative Artwork der CD weckt auf jedenfall mein Interesse. Gespannt starte ich mit dem ersten Stück „Reach Insinde“.

Der erste Eindruck ist noch ein wenig gespalten. Instrumente relativ simple, doch mit dem Einsatz des Gesanges vom Fronter Mikkjal G. Hansen und den danach folgenden Growls, überraschen mich positiv. Auch die Instrumente gefallen mir im Laufe des Liedes immer besser.

„Done Pretending“ ist das nächste Stück und hat einen klasse Anfang, das Schlagzeug und die Breaks sind sehr eingängig. Der klare Gesang und der absolut interessante Gitarrensound im Hintergrund machen Spass. Variation von Stimme und Sound passen sehr gut zusammen. Mich erinnert es teilweise an die alten Sepultura-Scheiben oder Soulfly. Vorallem der Gitarrensound und die melodischen Passagen. In Kombination mit den aggressiven und brachialen Ergüssen einfach hervorragend.

Weiter geht es mit „To Dare To Risk Regret“. Der Sprechgesang Anfang gefällt mir gar nicht. Doch sie schaffen die Kurve. Stimmlich sehr kraftvoll mit einem genialen Kreischfaktor. Ich muss sagen, dass man die Jungs in kein wirkliches Genre stecken kann. Sie vereinen viele Einflüsse: Nu-Metal, Thrash und eine Prise „Unbeschreibliches“. Genau das macht sie sehr eigenständig.

Das vierte Stück, „My Hell“, ist viel härter und wütender. Schnelligkeit und eine extrem direkte Soundkombination dröhnen aus meiner Anlage. Gefolgt von einem langsameren Part und seichten Klängen.

Mit „Fading“ erreichen wir das fünfte Lied. Hier gefallen mir besonders die Gitarren. Eddie Jacobsen und Frans Galán leisten ein gelungenes Zusammenspiel. Das komplette Stück ist sehr Gitarrenlastig. Gesang kommt nur stellenweise vor. Finde ich aber absolut nicht schlimm.

„Number 6“ ist, richtig, dass sechste Stück, bzw. eine kleine Sprecheinlage mit einer interessanten Überleitung für „Rosegarden In Hell“. Dieses Lied ist wirklich böse. Die Stimme wirkt giftig und einfach… böse.

Teilweise wirkt es vielleicht sehr melancholisch. Aber es baut Atmosphäre auf und kann diese auch aufrecht erhalten.

Das nächste Lied „Rough“ hat geniale Gitarrenpassagen und die Stimme bietet wieder einmal viele Facetten. Genauso wie der Sound, der stellenweise etwas nach Blues klingt. Nummer neun, „Keep It To Yourself“ und zehn, „Teethless Teens“, sind schnell, laut und haben einige markante Züge in ihrem Songverlauf. Ich mag besonders die Passagen, die viel variieren: Tempo, Intensität und Stimme.

Mit „I One“ neigt es sich langsam dem Ende entgegen. Dennoch verlieren die Fünf nicht an Kreativität und Abwechslung. Mit dem vorletzten Lied, „Hands Unfold“, gibt es noch einige experimentellere Parts, die sehr eigen wirken, aber dennoch in das Album passen. Mit „Shut“ ist es vollbracht. Ein letztes Mal die pulsierende Energie des Fronters Mikkjal, die in dem Stück aber nicht mehr so allgegenwärtig ist wie bei den Vorgängern.

Fazit: Mir hat die CD wirklich richtig gut gefallen. Ich stehe absolut auf Mikkjals Stimme und der gesamte Sound hat mich fasziniert. Langeweile? Nein. Im Gegenteil, das Hören hat richtig Spass gemacht und man kann jedesmal ein anderes interessantes Detail entdecken.

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