7 Bands, 400 Besucher, viel Bier und ein Krankenwagen. Am 26ten August war am Ziegenbrink das Sicksound Open Air und hinterließ einen bleibenden Eindruck..

Der Opener Married Lies (Pop-/Softrock) hatte gleich am Anfang schon kleine Probleme wegen eines defekten Gitarrenkabels. Doch wenig später konnten sie dann ohne Hindernisse weiterspielen.

Die Band, bestehend aus Sängerin Caro, Bassisten Kai, Gitarristen Arten und Schlagzeuger Jonathan, hatte hier ihren zweiten Auftritt, den sie mit 3 Songs zum Besten geben.

Dann ging es aber auch schon schubartig weiter. Die Straight Emocore Band Trish, ebenfalls aus Osnabrück, überrumpelte das Publikum quasi mit einer schlagartigen Aggressivität, doch schmeichelte auch zugleich mit den melodischen Klängen auf den Gitarren. Mit einer etwas schwankenden Bühnenperformance brachten sie dennoch die Musik hervorragend an den/die Mann/Frau. Verspielte Melodien, harte Moshparts, abwechslungsreiches Schlagzeug, eindringliches Geschrei von Sänger Marco und der clean Background von Angelino machten das Zusammenspiel fast perfekt.

Bei der Zugabe kamen alle noch mal aus sich raus und ließen so richtig die Sau raus.

Um 18:45 ging es dann auch schon weiter mit der Band Absent for a week, welche man vorher bestimmt schon von CD kannte. Früher spielten sie schon im Vorprogramm von „Die Happy“ und nahmen an diversen Wettbewerben teil. Seit zwei Jahren spielen sie bereits in der jetzigen Besetzung und haben schon eine Menge erreicht. Endlich sind sie auch in Vertrag mit einer Booking-Agentur. Oft kann man sie auch im Park beim Kickern erwischen!

Mit Riffs, die teilweise an die alten Songs von „Die Happy“ erinnern und einer wunderschönen ausdrucksstarken Stimme von Sängerin Diana überzeugten sie das Publikum.

Wenn du sie noch nicht live gesehen hast, kannst du dich auf dem „R31 Festival“ selbst von ihnen überzeugen lassen.

Um 19:30 ist es dann auch schon für Unique Club so weit, die Bühne zu rocken. Mit einer guten Show und Musik zum mitzappeln schmeckt das Bier gleich besser.

Doch dann kamen um 20:30 die No Mayers 50 auf die Bühne und rockten was das Zeug hält. Trotz „0-8-15-Sum41-Punk“ war es ein Spaß, ihnen zu zusehen. Als Highlight zum Schluss kramten sie 6 Papp-Gitarren raus, verteilten sie ans Publikum und holten sie auf die Bühne. Mit einem Medley aus „Time of my life“, „Eye of the Tiger“ und vielen mehr, begeisterten sie die Zuschauer. Man konnte in dem ganzen Gemenge auf der Bühne gar nicht mehr unterscheiden, wer nun wirklich Gitarre spielte oder einfach nur ein Meister an der Papp-Gitarre war.

21:30, es ist so weit! 30 cm Neuschnee mit Ersatzsängerin Evelyn von „Fortitude“ stürmten die Bühne. Mit Coversongs, die jeder mitgrölen konnte, lieferten die eine absolut sehenswerte Show.

Schaut sie euch sofort an, wenn es sich ergibt!

Mit einem ““““Gebt-mir-ein-„S“-,-Gebt-mir-ein-“A“-,-gebt-mir-ein-„U“-,-gebt-mir-ein-„F“-,-gebt-mir-ein-„E“-,-„Gebt-mir-ein-„N“!““““““““ kamen dann um 22:30 voll verkleidet die Frog Bog Dosenband auf die Bühne. Das Publikum riss die Hände hoch und schrie: „SAUFEN!!!“!!!!!!

Leider war seit einer halben Stunde das Bier schon leer. Kein Wunder bei so vielen Hagenern! Der Ziegenbrink hatte aber schon rechtzeitig reagiert und hatte bei Getränke Schröder schon nachbestellt. Frog Bog spielten was das Zeug hielt und gaben sogar einige ihrer ältesten Ohrwürmer zum Besten! Dann war das Bier schon wieder leer. Es war zu spät für den Getränke Markt! Daher drückte die Organisation seinen Helfern sämtliche Einnahmen in die Hand. Diese machten sich auf den Weg und kauften sämtliches Bier aus Osnabrücks Tankstellen auf. Sowas hat man noch nicht erlebt. Mit einer super Show nach 1 ½ Stunden verließen Frog Bog erschöpft die Bühne und verzogen sich in den Backstage.

Fazit: Ein gelungener Abend, super Orga, das beste Catering für die Bands und natürlich super Bands für die Zuschauer.

Das Wetter was geil, keine Polizei und nur ein Krankenwagen, weil jemand nicht abschätzen konnte, wie viel er trinken kann. Selber Schuld, der hat was verpasst!

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Location: GZ Ziegenbrink
Datum: 2005-08-26
Autor: Naddi


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