Die kurze Antwort lautet: Ja. Mit „Morte“ liefern Silverdollar eine Kombination aus energetisch-treibendem Heavy Metal skandinavischer Schule und kräftigen Anleihen aus dem US-Power Metal. Dazu immer wieder abgerundet mit geschmackvollen Melodien und Ausflügen in die Sphären des progressiven Metals. Dabei demonstrieren Silverdollar immer wieder, dass sie sich Instrumental keineswegs verstecken müssen, hier agieren außerordentlich fähige Musiker.

Gesanglich werden hier klar die Größen des klasssichen Hard Rock zitiert, Bruce Dickinson (Iron Maiden) und Dio dürften hier klar Pate gestanden haben. Qualitativ steht Frontmann Esa Englung den genannten Herren allerdings in nichts nach. Seine Stimme ist druckvoll, klar und facettenreich, überdurchschnittlich gut.

Auch im Sachen Songwriting weiß „Morte“ zu überzeugen. Es findet sich ein wohldurchdachter Mix aus schnellen Nummern („Damage Done“), Nackenbrechern im Midtempo bereich wie der Opener „CO2“ und ruhigen Nummer wie „Eternal Glory“. Trotz der vielen Einflüsse schaffen es Silverdollar dabei, erstaunlich eigenständig zu wirken und jede Nummer Punktgenau abzuliefern.

Der Sound ist klar, knackig und prägnant, Markus Teske (u.a. Symphony X) hat dort ganze arbeit geleistet.

Insgesamt ist Silverdollar mit „Morte“ ein starkes und abwechslungsreiches Album gelungen. Wer sich mit einer Mischung aus Hammerfall, Jag Panzer und Queensryche anfreunden kann wird bei Silverdollar sicher sehr glücklich werden.

Tracklist:

  • 01. Morte
  • 02. C02
  • 03. Evil Never Sleeps
  • 04. Three Finger Man
  • 05. Damage Done
  • 06. Evil Good
  • 07. HF
  • 08. Hear Me
  • 09. Eternal Glory
  • 10. Raging Eyes
  • 11. Still a Rocker
  • 12. Rot