Nach 13 Jahren Bandgeschichte ist „The Day After Flower“ das zweite Studioalbum der Italiener von Sinestesia.

Der Name deutet vielleicht schon ein bisschen darauf hin, womit man es bei dieser Band zu tun bekommt. Eine Mischung aus Power Metal mit progressiven Zügen sind in neun, mehr oder weniger langen (meistens laaang wirkenden) Songs, gegossen.

Von langsamen, besinnlichen Liedern wie „Memento“ bis hin zu düsteren, Unheil verkündeten Prophezeiungen wie „Burning Times (Never Forget)“ ist eine Menge Schnickschnack dabei. Das macht das Hören auch unglaublich anstrengend und es bleibt auch nach mehrmaligen Versuchen wenig hängen. Aber das hat Progressive Metal ja oft so an sich.

An der Technik und dem Talent bleiben dabei keine Wünsche offen, es fehlt an packendem Songwriting. Die großen Knaller und Melodien sucht man vergeblich.

Auch besteht die Gefahr, dass der Gesang nach kurzer Zeit auf den Geist gehen könnte. Er wirkt oft genug eine Spur zu dick aufgetragen und über das Ziel hinaus geschossen. Zu laut und pathetisch.

Auch ist der Song „Hero“ als Opener unglücklich gewählt. Es wird zwar eine melodische, aufstrebende Spannung erzeugt, die durch Keyboard-, Mellotron-, Kaoss Pad-Klängen inszeniert werden. Aber danach ist der 6 1/2 Minuten Song mit den kitschig-epischen „Hero-Chorälen“ nur noch nervtötend.

Anspieltipp: „Burning Times (Never Forget)“

Tracklist:

  • 01. Hero
  • 02. Feast
  • 03. The Birth, The Death, Trance By The River
  • 04. Burning Times (Never Forget)
  • 05. Violet
  • 06. C.W.A. Prelude (Instrumental)
  • 07. Cold War Apocalypse
  • 08. Twilight
  • 09. Memento