Doch nun, mit neuem Label (MTM) und teilweise neuer Besetzung besinnen sich die Jungs wieder etwas stärker ihrer Herkunft aus den 80gern, und liefern hier ein astreines classic-Hard Rock-Album ab. Angefangen wird mit „The other side“, welches mit einem leicht indianisch klingenden Riff ausgestattet ist. Hört es euch an, und ihr wisst, was ich meine. Der zweite Track, „Diary of evil“ schlägt auch in die Hard Rock Kerbe, und unterstreicht die Fertigkeiten der Band an den Instrumenten. „Badlands“ ist ein typisches Midtempo-Stück., welches auch auf einem Bonfire-Album hätte erscheinen können. Ebenso bei „Black“, welches mit schönen Melodiebögen ausgestattet ist.Track Nummer fünf beginnt mit einigen leichten Pianoklängen, bevor es hier voll auf die Zwölf geht. Bretternde Gitarren, eine Orgel, verzerrt wie bei Deep Purple und Mat´s Stimme tun ihr Übriges. An Bord der Band sind, wie auch schon beim letzten Release Tom Naumann an der Gitarre, sowie Frank Rössler an den Keys. Neu sind hingegen Christof Leim (g), der für Henny Wolter in die Band gekommen ist, sowie Ex-Primal Fear-Drummer Klaus Sperling, der Fritz Randow verdrängt.Einen melodiösen Mitsingrefrain bietet uns der folgende Track, „The sign“. Ich singe jetzt immer noch „There´s a sign in the sky, I believe I can try“. Richtig groovend geht´s weiter. „Revenge” bietet wieder alles, was ein guter Hard Rock Song bieten muss. Gitarrengeschrabbel und ein schneller Rhythmus leiten „Under the gun“ ein. Ein typischer Sinner-Song halt, genauso wie das folgende „Can´t stand the heat“. Mystisch und mit cleaner Gitarre, so startet „No return“, bis dann das Schlagwerk einsetzt. Auch hier ist ein sich leicht ins Gedächtnis brennender Refrain vorhanden. Rockig geht’s dann zum Schluss des offiziellen Release zu. „Last man standing“ bietet noch mal die Chance zum Kopfnicken.

Als Bonustrack erscheint auf „Mask of Sanity“ das Thin Lizzy-Cover „Baby please don´t go“ in einer guten Umsetzung. Zusätzlich enthält die Bonusversion der CD auch noch ein Musikvideo zu „Diary of evil“, welches aber auf der mir vorliegenden Promo nicht mit drauf ist.Was vielleicht für den ein oder anderen noch von Interesse ist, ist die Tatsache, dass sich Sinner als Gastmusiker Andy B. Frank (Brainstorm), Martin Grimm (Mystic Prophecy), sowie Ralf Scheepers (Primal Fear) eingeladen haben. Alles in allem gute 3,5 Gitarren mit der Tendenz nach oben.