Wertung: 6 von 10

Und wieder einmal gibt es dunkle News aus dem kühlen Finnland: Nach HIM, Nightwish, The 69 Eyes, Children Of Bodom, Sentenced, Stratovarious und Apocalyptica wollen nun auch endlich The Skreppers mit ihrem mittlerweile dritten Longplayer den großen Sprung in die obere Liga schaffen und nicht weiter den Anheizer von eben diesen geben.


Guten, dunklen und zuweilen auch „bösen“ Rock ist man aus dem Land der Lappen ja seit je her gewöhnt, also wieso sollte es bei The Skreppers nicht auch funktionieren?

Die Weichen sind auf jeden Fall gestellt für eine steile Karriere, nicht zuletzt durch das neueste Werk der Finnen. Zwar ist ihr Album „Call Of The Trash“ nicht wirklich böse – bedienen sie sich doch des guten alten Rock’n’roll, verfeinert durch sanfte Orgelklänge, die sich durch’s gesamte Album ziehen, doch wie ihre Message im Header der Homepage schon vermuten lässt: „We got the deal with the devil!“

Und das merkt man auch an ihren Texten, wie in „Hot Pants“: „Long legs on the steering wheel. Take my piston out of my Jeans. Give me your head and I’ll go blind. This crash course is very fine. I die, you die. But your butt on my face is all right.“ Spätestens hier sollte jedem klar sein, dass die Parole der Sixties – „Sex, Drugs and Rock’n’roll“ – in The Skreppers eine Wiederauferstehung erfährt.

So sind ihre Songs geprägt durch Schnelligkeit und Power, die ohne große Umwege gleich mitten durch starten. Tracks wie „Jesus Saved My Sexlife“, „Simsala Bimsala“ oder „My Girlfriend Is A Prostitude“, allesamt nicht länger als 2:30min, schinden mächtig Eindruck und sind nur einige Beispiele für die enorme Vitesse in den Songs von The Skreppers. Dass die fünf Rocker aber auch ruhig können zeigen Songs wie „Does She Do It Like He Dances“ oder „Wildweed“, die zwar durch ihre Rock’n’Roll-Wurzeln trotz allem nicht wirklich ruhig wirken, zum Rest der LP aber dennoch eine willkommene Abwechslung bieten.

Und wo wir gerade bei der Abwechslung sind…leider schaffen es die Finnen nicht die große Bandbreite des damaligen Rock’n’Rolls in ihre Songs mit einzubinden. So klingen alle Tracks relativ gleich, nicht zuletzt durch die fortwehrenden Orgelklänge, sowie den gleichen Beats. Alle Songs haben durchaus Hitcharakter, gerade weil sie eingängig und stimmungsgeladen, kurz und knackig sind, doch hätte es da nicht doch noch etwas mehr sein können?

Letztendlich also sicherlich ein Album für jeden Rock’n’Roll- und Psychobilly-Liebhaber, doch geht dem Werk gerade wegen der sehr kurzen Spieldauer von nur 35:39min recht schnell die Puste aus.

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