Dank des Labels SMP / Trollzorn wurden sie bekannter, denn das Label unterstützte sie durch Promotion und Verkauf der Demo. Nun im Jahre 2007 wurde dann der Plattenvertrag mit Trollzorn unterschrieben und eine Dudelsackspielerin traf hinzu, welche sie tatkräftig bei den Aufnahmen zur ersten Full-length CD unterstützte. „Nebelheim“ heißt das gute Stück und als Cover dient, wie auch beim Vorgänger, ein Gemälde von Wolfgang Greiner. Die meisten Stücke, wie „St. Guthbert“ oder „Erdmacht“, sind sehr folkig. Häufig wird zum Akkorden, zur Maultrommel oder auch zum Keyboard gegriffen, um das ganze etwas aufzulockern. Mich wundert es, dass der „neue“ Dudelsack nur 2 mal verwendet wird, nämlich in den Stücken „St. Guthbert“ und „Keltenschanze“. Was macht die gute Frau denn live, wenn sie nur 2 mal einen Einsatz hat? Nunja, dies soll nicht meine Sorge sein, jedenfalls klingen die Stücke durch die weiteren Instrumente keineswegs überladen, sondern eher vollkommener. Ansonsten klingen Slartibartfass nicht unbedingt außergewöhnlich. Viking Metal typisch ist Gekeife, ein rappelndes Schlagzeug und eine leicht melodisch angehauchte Gitarre zu hören. Ab und zu erzeugen Slartibartfass ein seltsames Gefühl durch ihre Songs. Dies zum Beispiel in dem Stück „Erdmacht“, welches ich als bestes Stück der CD bezeichnen würde. In der Mitte des Liedes setzt eine Maultrommel ein, welche das erste mal etwas Abwechslung hineinbringt. Nach einer weiteren Strophe erklingen dann bedrückende Töne gepaart mit dem Geräusch des wehenden Windes, welche diese seltsame Stimmung hervorrufen. Ansonsten hat der Titel noch einen relativ gut gelungenen „Hey Hey“-Mitsing-Refrain.Insgesamt bieten Slartibartfass hier einen Silberling, welcher sich im guten Durchschnitt bewegt. Die Protagonisten beherrschen ihre Instrumente und das Gesamtwerk ist gut anzuhören. Jedoch gibt es im Moment einfach eine Überflutung an neuen Folk/Pagan/Viking Bands, was es erschwert, heraus zu stechen. Ich gebe 3,5 Punkte.