Wertung: 7 von 10

Gorillas und Schimpansen, die erfolgreich gegen Menschen kämpfen? Ganz klar, Planet der Affen! Das comicartige Cover von Slough Fegs siebter Scheibe, „Ape Uprising!“, könnte allerdings auch als Antwort gelten: Menschenaffen und Paviane lehnen sich auf diesem Bild gewaltsam gegen ihre Herren auf.


Ich kannte die Band, obwohl sie seit einer halben Ewigkeit (20+ Jahre) besteht, nur vom Namen her und hätte sie nach bloßem Betrachten des (verdammt coolen) Covers eher in die Punkrock-Richtung à la NoFX eingeordnet, da es sehr an die Titelbildgestaltung des NoFX-Albums „Liberal Animation“ erinnert. Was auf „Ape Uprising!“ angeboten wird, ist allerdings alles andere als Punkrock, auch wenn eine gewisse Rotz-Attitüde und Kauzigkeit in der Musik durchaus vorhanden ist. Nach dem Erguss alter Männer klingt das hier jedenfalls nicht.

Musikalisch geht das ganze in Richtung verspieltem, nicht immer straightem Heavy Metal, dem weitere leckere Zutaten aus dem Siebziger-Speiseschrank und der Doom-Küche beigemengt wurden. Sänger Mike Scalzis Stimme wirkt dominant genug, um herauszustechen, aber nicht nervig (wie so manche Eierkneifer-Eunuchen anderer Heavy Metal-Bands), an anderer Stelle wiederum wirkt sie wie ein wohlklingendes Beiwerk zur übrigen Musik. Die zwei Gitarren schnurren sich angenehm durch die Songs, doch auch die Rhythmusfraktion versteht ihr Handwerk und fügt sich nahtlos ein. Das Gesamtergebnis weiß auf jeden Fall zu überzeugen.

Einziger Kritikpunkt ist der, dass diese Scheibe unglaublich schnell durchgehört ist, obwohl sehr lange Stücke (der Titel-Track beispielsweise) enthalten sind.

Anspieltipps sind u.a. „The Hunchback Of Notre Doom“ sowie das zackige „Shakedown At The Six“.

Tracklist:

  • 01. The Hunchback Of Notre Doom
  • 02. Overborne
  • 03. Ape Uprising
  • 04. Simian Manifesto
  • 05. Shakedown At The Six
  • 06. White Cousin
  • 07. Ape Outro
  • 08. Nasty Hero