Wertung: 8 von 10

„Metal For The Masses“? Von wegen. Auch auf ihrem mittlerweile sechsten Full Length-Release verstehen es Slough Feg meisterhaft, kauzige Undergroundsounds mit eingängigem Songwriting zu paaren.


Was könnte man der Band für ein größeres Kompliment machen als jenes, dass man keine Bandnamen als direkte Vergleichsmöglichkeit nennen kann? Hier regiert Eigenständigkeit – selten und kostbar genug in einer Zeit überzüchteter Hightech-Veröffentlichungen. THIS is the True Metal! Nicht abschrecken sollte man sich vom Artwork und Songtiteln, die eher auf zugekifften 70er-Krautrock schließen lassen („Frankfurt-Hahn Airport Blues“ z.B.). Der Inhalt ist Metal pur, dargeboten mit einer Emotionalität und Hingabe, die ihresgleichen sucht. Wenn nach dem Intro „The Return of Dr. Universe“ das gottgleiche Solo von „Tiger! Tiger!“ ertönt, weiß man sich sofort daheim – in einer Welt, die bis heute auf einen würdigen Nachfolger von Götteralben wie Cirith Ungols „Paradise Lost“ oder Manilla Roads „Open The Gates“ wartet. Diese Referenzen sind, wie erwähnt, nur als grobe Orientierungshilfen zu werten – atmosphärisch ähnlich, kochen Slough Feg doch musikalisch ihr ganz eigenes Süppchen.Trotz starker Psychedelic-Einflüsse bleiben die Songs von „Hardworlder“ jederzeit relativ straight und nachvollziehbar und entwickeln nach zwei, drei Durchläufen überraschende Ohrwurmqualitäten, wobei gottlob auch der Faktor Heaviness nicht zu kurz kommt. Wer „Epic Metal“ mit Rhapsody oder Xandria gleichsetzt, darf hier gleich abschalten; Fans von wertiger US-Ware indes (immerhin bürgt der Name Cruz Del Sur für Qualität) können hier blind zugreifen.

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